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QSD: Reaktion auf Artillerieangriff bei Dair Hafir zur Selbstverteidigung

 


Nach einem wiederholten Verstoß gegen den Waffenstillstand und einem Beschuss bewohnter Gebiete in Dair Hafer sahen sich die QSD zur Reaktion gezwungen. Statt zur Deeskalation beizutragen, befeuert Damaskus die Spannungen mit verzerrten Darstellungen.

Gezielte Provokation durch sogenannte Regierungstruppen
 
ANF / HESEKÊ, 3. Aug. 2025.

Die Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) haben Vorwürfe des Verteidigungsministeriums der selbsternannten syrischen Übergangsregierung entschieden zurückgewiesen, wonach ihre Einheiten Stellungen der syrischen Armee im Raum Dair Hafir angegriffen hätten. Die QSD erklärten, ihre Einheiten hätten lediglich im Rahmen des Selbstverteidigungsrechts auf Angriffe durch Regierungstruppen reagiert.

Nach Angaben des Medien- und Kommunikationszentrums der waren es „undiszipliniert agierende Fraktionen“ innerhalb der syrischen Regierungstruppen, die am Samstagabend mehr als zehn Artilleriegranaten auf bewohnte Gebiete in der Kleinstadt Dair Hafir abfeuerten – „ohne jede Rechtfertigung“. Die QSD hätten daraufhin gezielt auf die Quellen des Feuers reagiert.

„Unsere Kräfte haben sich trotz wiederholter Provokationen bisher zurückgehalten. Doch dieser Beschuss zwang uns zum Handeln“, hieß es in der Erklärung. In den vergangenen Wochen hätten die betreffenden Einheiten mehrfach gegen die bestehenden Kontaktlinien zwischen Regimezone und Autonomiegebiet verstoßen und zudem Gräben ausgehoben und Truppen konzentriert – ein Hinweis auf zunehmende Eskalationsabsichten, so die QSD.

Das multiethnische Bündnis warf dem syrischen Verteidigungsministerium vor, mit seiner Darstellung die Tatsachen zu verdrehen und die Öffentlichkeit gezielt in die Irre zu führen. Solche Vorwürfe trügen nicht zur Deeskalation oder Stabilisierung der Region bei. Zugleich forderten die QSD Damaskus auf, Verantwortung zu übernehmen und die Kontrolle über die eigenen Truppen wiederherzustellen. Die unkontrollierten Handlungen einzelner Fraktionen gefährdeten die ohnehin fragile Waffenstillstandssituation.

Dair Hafir (auch Deir Hafer), liegt östlich von Aleppo und südlich des seit Ende 2024 besetzten Minbic (Manbidsch). Die Region gilt als sensible Kontaktlinie zwischen den von Damaskus kontrollierten Gebieten und der Demokratischen Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien (DAANES), deren Verteidigungskraft die QSD sind. In der Vergangenheit kam es dort wiederholt zu Spannungen.

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