Besê Hozat führt symbolische PKK-Entwaffnung an
Unter der Leitung von Besê Hozat (KCK) haben 30 PKK-Mitglieder in einer Höhle bei Silêmanî ihre Waffen verbrannt – als Antwort auf den Friedensaufruf von Abdullah Öcalan. Die Zeremonie gilt als Signal für eine politische Wende in der kurdischen Frage.
In der Nähe von Silêmanî haben Mitglieder der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) am Freitag im Rahmen einer symbolischen Zeremonie ihre Waffen niedergelegt. Die Veranstaltung fand an der Şikefta Casenê, eine Höhle nahe der Ortschaft Surdaş, statt und gilt als sichtbares Zeichen für den Einstieg in einen politischen Friedensprozess.
Insgesamt 30 PKK-Mitglieder – 15 Frauen und 15 Männer – nahmen an der Zeremonie teil, darunter auch vier hochrangige Kommandant:innen. Angeführt wurde die „Gruppe für Frieden und Demokratische Gesellschaft“ von der Ko-Vorsitzenden des Exekutivrats der Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistans (KCK), Besê Hozat, und dem langjährigen PKK-Mitglied Nedim Seven. Auch die Kommandant:innen Tekoşin Ozan und Tekin Muş sind Teil der Gruppe.
Die Zeremonie begann um 11:25 Uhr Ortszeit und dauerte rund 20 Minuten.
Besê Hozat und Nedim Seven verlasen zunächst die Erklärung der
Initiative (ANF berichtete).
Anschließend erklärte Besê Hozat in einer kurzen Ansprache, die Gruppe
sei dem Aufruf des PKK-Gründers Abdullah Öcalan gefolgt. Die
Waffenabgabe sei ein Schritt im Geiste seines „Aufrufs für Frieden und
Demokratische Gesellschaft“ vom 27. Februar sowie im Einklang mit den
Beschlüssen des 12. PKK-Kongresses.
„Wir haben einst zu den Waffen gegriffen, um gegen Vernichtung und Leugnung unserer Existenz zu kämpfen“, sagte Hozat. Nun aber gehe es darum, dem politischen Weg den Vorrang zu geben. „Damit dieser Prozess Bestand hat, braucht es gesetzliche Rahmenbedingungen. Um diesen Weg freizumachen, zerstören wir heute unsere Waffen.“
Im Anschluss an die Erklärungen wurden die Waffen sowie die persönliche
Ausrüstung der Kämpfer:innen symbolisch verbrannt. Nach der Zeremonie
verließ die Gruppe das Gebiet. Auch die angereisten Delegationen aus
Nordkurdistan und der Türkei sowie die anwesenden Journalist:innen
werden die Region in Kürze wieder verlassen.
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