Direkt zum Hauptbereich

IS-Ableger ruft zu Anschlägen bei EM auf

 


Ein IS-Ableger ruft offenbar zu Anschlägen bei der Fußball-EM in Deutschland auf und hat drei konkrete Ziele für mögliche Anschläge veröffentlicht: Berlin, München, Dortmund.

Ein Ableger der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) hat einem Bericht zufolge zu Anschlägen während der anstehenden Fußball-Europameisterschaft in Deutschland aufgerufen. Der Anschlagsaufruf sei in der aktuellen Ausgabe des Propagandamagazin „Stimme von Khorasan“ enthalten, berichtete die „Welt“ am Donnerstag im Internet. Es sei die erste, konkrete Ankündigung des IS-Ablegers mit Bezug auf sportlichen Großereignis in diesem Sommer.

Herausgeber ist der afghanische IS-Ableger „Islamischer Staat in der Provinz Khorasan“ (ISPK), der zuletzt auch für den Anschlag auf eine Moskauer Konzerthalle verantwortlich gewesen sein soll, bei dem 140 Menschen starben. Auf einer Seite in dem Propagandamagazin ist ein Söldner in Tarnuniform und mit Maschinengewehr zu sehen, der mit dem Rücken zum Betrachtenden und vor einem leeren Fußballstadion steht. Die Überschrift fragt „Where do you want?“ (deutsch: „Wo willst du hin?“). Darunter sind die Städtenamen von Berlin, Dortmund und München aufgelistet. Darunter folgt die Aufforderung „Then score the last goal“ (in etwa: „Dann schieße das letzte Tor“).


Fotomontage aus der „Stimme von Khorasan“ | Screenshot/X.com

CDU-Innenpolitiker Christoph de Vries bewertete die Erklärung gegenüber „Welt“ als eine „unverhohlene Anschlagsandrohung“. Er betonte jedoch auch, dass die deutschen Sicherheitsbehörden sehr gut vorbereitet seien und „ein intensiver internationaler Austausch besteht“. Allerdings sei Deutschland stark auf ausländische Partnerdienste angewiesen. Denn in Deutschland seien die Aufklärungsmöglichkeiten zur Gefahrenabwehr und der Informationsaustausch aufgrund rechtlicher Hürden stark eingeschränkt.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Der Islamische Staat ist zurück

Aleppo: Männer demonstrieren gegen Gewalt an Frauen

Rojava-Universität konkretisiert Unterstützungsaufruf