Direkt zum Hauptbereich

Gemüsekooperative in Rimêlan: „Wir etablieren eine Selbstversorgungswirtschaft“


Das Wirtschaftsmodell in Nordostsyrien zielt darauf ab, die gemeinschaftliche Versorgung der Bevölkerung durch die Förderung der Nutzung lokaler Ressourcen sicherzustellen. Ein gelungenes Beispiel ist die Gemüsekooperative in Rimêlan.

Das Wirtschaftsmodell in der Autonomieregion Nord- und Ostsyrien zielt darauf ab, die gemeinschaftliche Versorgung der Bevölkerung durch die Förderung der Nutzung lokaler Ressourcen sicherzustellen. In diesem Rahmen wurden Kooperativen aufgebaut, mit denen die lokale Produktion gefördert und die Vermarktung vor Ort unterstützt wird. Das gemeinschaftsbasierte Wirtschaftsmodell versetzt die Gesellschaft in die Lage, ihre eigenen Ressourcen effektiv zu nutzen, und stärkt die Solidarität, indem es die Beteiligung und die Eigenverantwortung der Menschen vor Ort fördert.

Im Agrarsektor aufgebaute Kooperativen tragen zur Selbstversorgung der Region bei und wirken sich positiv auf den wirtschaftlichen Wohlstand der Menschen vor Ort aus. Das Angebot an frischem und hochwertigem Gemüse aus regionalem Anbau dient zudem einer gesünderen und ausgewogeneren Ernährung. Die Ausweitung des gemeinschaftsbasierten Wirtschaftsmodells ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung und einer Steigerung des Lebensstandards der Bevölkerung.

Gemüsekooperative in Rimêlan

Eine dieser Kooperativen baut seit 2015 in Gewächshäusern in Rimêlan Gemüse an. Der Agraringenieur Mihemed Heysem El-Metir arbeitet seit vier Jahren dort und berichtet: „Das Projekt ist jedes Jahr größer geworden. Wir pflanzen Tomaten, Gurken, Auberginen, Paprika und Bohnen an. Die Ernte wird auf den Markt in Dêrîk, Girkê Legê und Rimêlan gebracht. An der Kooperative sind sechs Familien beteiligt. Sie kümmern sich um das Gewächshaus direkt von der Aussaat bis zur Ernte. Die Familien können der Kooperative beitreten, wenn sie es wünschen, und sie können die Kooperative verlassen, wenn die Saison vorbei ist. Die Familien arbeiten solidarisch und stärken damit das Gemeinschaftsgefühl. 

Wir etablieren hier eine Selbstversorgungswirtschaft. In den Gewächshäusern können die Umweltbedingungen für das Wachstum der Pflanzen reguliert werden. Früher wurden die Produkte importiert. Jetzt wird der Anbau in Gewächshäusern geförder, um den Bedarf der Region zu decken. Man kann sagen, dass im Vergleich zu früher eine Entwicklung zu verzeichnen ist. Das meiste Gemüse wird auf Märkten in Dêrik, Girkê Legê und Rimêlan angeboten, aufgrund der Ertragssteigerung im Jahr 2023 werden wir auch die Märkte in Qamişlo, Hesekê und Deir ez-Zor beliefern können."

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Kein Flug in die Türkei: Weitere Blockaden angekündigt

Der Islamische Staat ist zurück

Aleppo: Männer demonstrieren gegen Gewalt an Frauen