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Ostkurdistan (Iran): Studierende erklären Beitritt zur Guerilla


„Um die Revolution auf der Straße zu verteidigen und aufrechtzuerhalten, müssen wir das Kampffeld in den Bergen ausweiten", erklären Studierende aus Ostkurdistan und geben ihren Beitritt zur Guerilla bekannt.

Ein Gruppe junger Studierender aus Ostkurdistan gab ihren Beitritt zur Guerilla bekannt. Sie begründen ihre Aufnahme des bewaffneten Kampfes mit der Repression und Unterdrückung durch das Mullah-Regime. Seit der Ermordung der Kurdin Jina Mahsa Amini durch die iranische Sittenpolizei befinden sich Ostkurdistan und der Iran im Aufstand. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen sind seit September 270 bis 320 Menschen, darunter 30 Minderjährige, getötet worden. Mehr als 25.000 Menschen wurden festgenommen. Die Aufstände haben sich auf rund 200 Städte ausgeweitet.

Am 26. Oktober traten die Proteste in Ostkurdistan in eine neue Phase ein. Angesichts der zunehmenden Drohungen und Angriffe des Regimes gingen Tausende von Menschen auf die Straße. Die Studierenden und insbesondere junge Frauen übernahmen die Führung des Protests. Wie RojNews berichtet, schloss sich eine Gruppe junger Studierender von der Universität Sine (Sanandadsch) vor diesem Hintergrund der Guerilla an. Sie verbreiteten auf Kurdisch und Persisch eine Botschaft an die Jugend Ostkurdistans, das kurdische Volk und alle im Iran unterdrückten Völker und riefen zum Beitritt zur Guerilla auf.

Frauen zerschmettern Säulen der patriarchalen Herrschaft“

Der Aufruf lautet: „An das kurdische Volk und die unterdrückten Völker im Iran! Als eine Gruppe junger Studierender an der Universität von Sine in Ostkurdistan erklären wir unseren Beitritt zur Guerilla, um Widerstand gegen alle Formen der Unterdrückung zu leisten und die Revolution der Frauenbefreiung, die in Ostkurdistan und im Iran begonnen hat, zu verteidigen. 44 Jahre Widerstand und legitimer Kampf des kurdischen und des iranischen Volkes gegen die Unterdrückung durch das blutige und patriarchale Regime im Iran haben die Abschlussphase erreicht.

Die Ermordung der Kurdin Jina Amini hat den Hass aller Nationalitäten entzündet. Die Vereinigung der legitimen Forderungen und die Selbstorganisierung der Bevölkerung sind ein wichtiger Schritt und bringen uns einem neuen Morgen entgegen. In dieser Situation zerschmettern die Frauen und die Jugend als die am meisten unterdrückten Teile der Gesellschaft die Säulen der Macht und legen in einer historischen Allianz den Grundstein für ein freies Leben. Die Parolen der Frauen stehen für die Freiheit und das Leben. Ihre Worte sind die Vorboten der Einheit und des Sieges der Freiheitskräfte des Volkes über die konservativen Kräfte der Region, die Frauen als Sklavinnen betrachten. Deshalb greifen die Besatzerstaaten Iran und Türkei das Volk und die Guerilla mit ihren letzten Mitteln und brutal an.

Als Frauen und Jugend rufen wir kurdische, persische, aserbaidschanische, belutschische, arabische und gilakische Frauen und Jugendliche auf, Rache an den Besatzern zu nehmen, die Frauenbefreiungsrevolution zum Sieg zu führen und sich auf Klassen- und nationaler Ebene stärker zu organisieren. Auf diese Weise werden wir die Felder des Kampfes erweitern. Um die Revolution auf der Straße zu verteidigen und aufrechtzuerhalten, müssen wir das Kampffeld in den Bergen ausweiten und die Guerilla als Kraft der Organisation der Frauen und Jugendlichen stärken. Schließt euch der Guerilla an, um die Revolution der Frauen, die Freiheit der Frauen und der Gesellschaft sowie die Freiheit Kurdistans zu schützen.“

 

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