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Save the Children: 40 Kinder in 24 Tagen Opfer von Angriffen


Wie die NGO Save the Children mitteilt, sind im August bereits 40 Kinder durch Angriffe auf Nord- und Ostsyrien verwundet oder getötet worden.

Die Kinderrechtsorganisation Save the Children hat eine dramatische Bilanz der Angriffe auf Nord- und Ostsyrien veröffentlicht. Wie die NGO mitteilt, wurden zwischen dem 1. und 24. August mindestens 13 Kinder getötet und 27 verletzt.

Tödliche Angriffe auf Kinder

Save the Children bilanziert: „Anfang August wurden bei zwei getrennten Angriffen in den Städten Qamişlo und Tel Rifat zwei Kinder getötet und mindestens fünf weitere verletzt, und am 16. August wurde im ländlichen Kobanê ein Kind getötet. Am 19. August wurden sechs Kinder bei einem Angriff auf einen Marktplatz in der Stadt al Bab im Nordwesten Syriens getötet, und am selben Tag wurden bei einem Drohnenangriff im Nordosten Syriens vier Mädchen getötet und elf verletzt. Am Montag gab es mehr als zehn Luftangriffe in Idlib, Nordwestsyrien. Anschließend wurden in Tel Rifat zwei Kinder bei einem Angriff verletzt.“

Vertreibung droht

Bei weiteren Militäraktionen bestehe die Gefahr, dass Tausende von Kindern und ihre Familien vertrieben werden und ohne Unterkunft, Nahrung oder Sicherheit zurückbleiben, warnt Save the Children. Die Kinderrechtsorganisation fordert alle Konfliktparteien auf, die Spannungen zu deeskalieren und Kinder und ihre Familien vor weiterer Gewalt und Vertreibung zu schützen.

Kein Kind sollte jemals in die Schusslinie geraten“

Beat Rohr, Save the Childrens Interim Response Director für Syrien, fordert: „Save the Children ist entsetzt über diese jüngste Eskalation der Gewalt, die deutlich zeigt, dass Kinder in Syrien noch immer nicht sicher sind. Kinder sollten niemals Angst haben müssen, angegriffen zu werden, weder zu Hause noch auf dem Markt oder wenn sie draußen spielen. Und doch ist es genau das, was Kinder im Norden Syriens erleben – fast 12 Jahre nach Beginn des Konflikts. Wir rufen alle Konfliktparteien dringend dazu auf, die Spannungen zu deeskalieren und alle möglichen Schritte zu unternehmen, um Kinder vor Schaden zu bewahren. Kein Kind sollte jemals in die Schusslinie geraten.“

Täter werden nicht benannt

Während Save the Children die Angriffe geißelt, werden die Täter nicht benannt. Bei den beschriebenen Attacken handelt es sich um unprovozierte Angriffe türkischer Artillerie und Drohnen. Insofern erscheint auch der Appell an „die Konfliktparteien“, die Spannungen zu deeskalieren, wenig angemessen.

 

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