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Zehn Volkskliniken für Qamişlo


Im nordostsyrischen Qamişlo werden am Sonntag zehn Volkskliniken eröffnet. Das Projekt des Dachverbands der NGOs im Autonomiegebiet richtet sich an Menschen mit niedrigem Einkommen.

Im Kanton Qamişlo werden am morgigen Sonntag zehn Volkskliniken eröffnet. Tatkräftige Unterstützung für das Projekt des Dachverbands der NGOs im Autonomiegebiet gab es von der kurdischen Rothalbmondbewegung Heyva Sor a Kurd sowie vom zentralen Sanitätsdienst der Demokratischen Kräfte Syriens (QSD). Das Angebot der Krankenhäuser richtet sich an Menschen mit niedrigem Einkommen. So werden die Kosten für medizinische Behandlung im Vergleich zu privaten Kliniken etwa fünfzig Prozent günstiger ausfallen. Auch Medikamente und Labortests sollen für weniger Geld zu haben sein.

Nach Angaben von Abdulezîz Abdurehman aus dem Vorstand der Volkskliniken wird es in den neuen Krankenhäusern bis auf die Fachrichtungen Augen- und Herzkrankheiten alle Abteilungen geben. Die Kliniken sollen mindestens acht Stunden am Tag geöffnet sein, insgesamt wurden 90 Personen eingestellt. Jedes Krankenhaus verfügt über sechs Spezialistinnen und Spezialisten.

„Seit etwa einem halben Jahr arbeiten wir an der Eröffnung dieser Kliniken. Wir wollten die medizinische Versorgung während der Corona-Pandemie für die Bevölkerung mit wenig Einkommen weiter ausbauen“, sagt Abdurehman. Zwar hat die Autonomieverwaltung die von Corona ausgelösten Einkommensverluste bei den Erwerbstätigen etwas gedämpft, Krankenhausbesuche sind ohnehin günstig. Dennoch sind durch die Krise viele Menschen in Not geraten. Mit dem Projekt zeigt die Zivilgesellschaft ihr soziales Engagement. Ob auch in den anderen Kantonen solche Volkskliniken entstehen sollen, ist noch unklar.

 

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