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Frauen in Nordostsyrien starten Programm zum 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen


Rund um den 25. November finden in Nord- und Ostsyrien vier Wochen lang Aktivitäten gegen Gewalt an Frauen statt. Das reichhaltige Programm wurde heute von Frauenorganisationen in Qamişlo vorgestellt.

Frauenorganisationen aus Nord- und Ostsyrien haben ihr Programm zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen vorgestellt. Das Programm rund um den 25. November beginnt heute und umfasst Veranstaltungen bis zum 10. Dezember. Das zentrale Motto lautet „Nein zu Völkermord und Besatzung, lasst uns Frauen und das Leben gemeinsam schützen“.

Zu den Einzelheiten des Programms äußerten sich Rihan Loqo vom Frauenverband Kongreya Star, Xedice Zahir von der Zukunftspartei Syriens und Sofiya Yusif vom Suryoye-Frauenverband auf Kurdisch, Arabisch und Aramäisch auf einer Pressekonferenz im Lesepark in Qamişlo.

In der gemeinsamen Erklärung der Frauenorganisationen in den Autonomiegebieten Nord- und Ostsyrien wurde auf die Errungenschaften der Frauenrevolution verwiesen und zum weltweiten gemeinsamen Kampf – dem Frauenkonföderalismus – aufgerufen. Zu Beginn wurde der mutigen Frauen gedacht, die im Befreiungskampf ums Leben gekommen sind.

Das Programm beinhaltet Seminare im gesamten Autonomiegebiet über die verschiedenen Formen von Gewalt und den Kampf dagegen. Am 18. November findet eine Veranstaltung des PYD-Frauenrats zum Thema Gewalt gegen Frauen statt. Einen Tag später lädt der Frauenrat Syriens Männer und Frauen zu einer Diskussionsveranstaltung ein. Der Verein junger Frauen veranstaltet am 22. November einen Workshop zum Thema „Eheschließung im Kindesalter“. Die Frauenkoordination der Selbstverwaltung informiert in einer Veranstaltung über das System der genderparitätischen Doppelspitze und die Partizipation von Frauen bei politischen Entscheidungen. Weitere Veranstaltungen zum Thema sind von Kongreya Star, dem Demokratischen Syrienrat (MSD), TEV-DEM, dem Frauenverband der Suryoye und der Zukunftspartei Syriens geplant.

Im Camp Waşokanî wird eine Diskussionsveranstaltung zum Thema Rassismus und Gewalt an Frauen stattfinden. Im Camp Hol ist ein Seminar zur Gewalt des IS angekündigt.

Auch die angestiegene Gewalt gegen Frauen in der Zeit der Pandemie wird in dem Programm thematisiert, dazu sollen Statistiken veröffentlicht werden. Am 25. November finden Demonstrationen statt, in Kobanê wollen Männer zur Unterstützung des Frauenkampfes eine eigene Demonstration durchführen.

Für Kinder sind in Kobanê und dem Camp Serêkaniyê gesonderte Aktivitäten geplant. Auf dem Programm stehen außerdem kulturelle Angebote wie Ausstellungen, Filme und Theater. Der Abschluss ist den Gefallenen gewidmet: Im Gedenken sollen am 10. Dezember Bäume gepflanzt werden.

 

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