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Deir Ez-Zor: Große Stammesversammlung ruft zur Einheit auf


Angesichts der Attentate mutmaßlicher syrischer Regimeagenten auf Stammesvertreter der Okaidat rufen Stammesführer zur Einheit „gegen die Feinde“ und zum Aufbau eines „neuen Syriens“ auf.

Nachdem insbesondere Führungspersönlichkeiten aus dem einflussreichen Okaidat-Stamm zum Ziel von Attentaten geworden sind, hat eine Versammlung der Ältesten der Stämme im Dorf Beyda bei Deir ez-Zor stattgefunden. An dem Treffen nahmen etwa 3.000 Mitglieder verschiedener Stämme teil. Darüber hinaus besuchten der Ko-Vorsitzende des Zivilrats von Deir ez-Zor, Xesan Yûsif, und Vertreter der Demokratischen Kräfte Syriens (QSD) und der internationalen Koalition die Versammlung.

Bakir-Stamm: „Alle Kräfte müssen sich den Konflikten entgegenstellen“

Im Anschluss an die Versammlung fand eine Pressekonferenz statt. Hier erklärte Ahmed Abu-Ghawla vom Bakir-Stamm: „In unserer Region herrschen Frieden und Sicherheit. Wir wollen keine Auseinandersetzungen und Konflikte. Kräfte von außen versuchen, in unserer Region Konflikte zu säen. Alle Kräfte und Stämme der Region müssen sich dem entgegenstellen.“

Die QSD sind keine fremde Kraft“

Der Stammesführer fuhr fort: „Ich begrüße die Rolle der Stämme im Kampf gegen den IS. Manche Personen behaupten, die QSD seien eine fremde Kraft. Das ist nicht wahr. Die QSD wurden 2015 gegründet, um die Völker von Nord- und Ostsyrien zu schützen. Sie haben von Minbic bis an die irakische Grenze den IS ausgelöscht.“

Bakir-Stamm: Gemeinsamer Kampf gegen die Milizen

Im Namen des Stammesrats von Cizirê-Bukamal erklärte Abu Hamad al-Baqiani: „Als Stämme von Bukamal verfolgen wir die gleiche Linie wie der Bakir-Stamm. Wir rufen alle Völker der Region auf, eine Einheit zu bilden. Wir fordern die internationale Koalition auf, unsere militärischen Kräfte dabei zu unterstützen, Syrien vollständig von den Milizen zu befreien.“

Begara-Stamm ruft zur Einheit auf und fordert Überprüfung der Inhaftierungen

Amir al-Fadil sprach für den Begara-Stamm. Er rief die Stämme zur Einheit auf und forderte: „Die Situation der hier Inhaftierten muss noch einmal betrachtet werden. Diejenigen, an deren Händen kein Blut klebt, müssen freigelassen werden.“

Koalition: Versammlungen wichtig und notwendig

Auf Wunsch der Stammesversammlung hielten auch Vertreter der internationalen Koalition eine Rede. Im Namen der Koalition hieß es, solche Versammlungen sollten fortgesetzt werden, da es von größtem Nutzen sei, wenn sich alle Komponenten der Region von Angesicht zu Angesicht treffen. Um diese schwere Zeit zu überwinden, müssten die QSD unterstützt werden. Die Koalition kündigte weitere Unterstützung an und betonte die Bedeutung der Kooperation durch die Stämme.

QSD: Werden alles daran setzen, die Wünsche der Stämme zu erfüllen

Ronî Mihemed von den QSD erklärte, die Selbstverteidigungskräfte werden mit den Stämmen koordiniert zusammenarbeiten, um Konflikte in der Region zu verhindern. Damit die militärischen Kräfte Erfolg haben, sei ein gemeinsames Vorgehen notwendig. Er betonte: „Die QSD werden alles, was sie können, tun, um die Wünsche der Stämme zu erfüllen.“

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