Unsere
Partnerin Ola betreibt in der von Bomben geplagten Stadt Idlib einen
unterirdischen Kindergarten. Er soll vor Gewalt schützen – und
Gewaltfreiheit näher bringen.
In einem Keller baute unsere Partnerin diesen Kindergarten auf
In
Idlib Stadt hat unsere Partnerin Ola einen Kindergarten aufgebaut. 50
Kinder werden im “Friends – Learn for Peace” Projekt mittlerweile
betreut. Es soll den Kindern einen Ort geben, wo sie nicht nur lernen,
sondern sich auch sicher fühlen können. Das besondere an dem
Kindergarten: er befindet sich im Untergrund. So sollen die Kleinkinder
vor den ständigen Bombardements Russlands und des syrischen Regimes
geschützt werden.
Seit
April 2019 sieht sich Idlib einer massiven Militäroffensive und
permanenten Bombardierungen aus der Luft ausgesetzt. Das “Friends –
Learn for Peace” wurde von der Organisation Dammeh
im Juni 2019 aufgebaut. Die Initiative führt in der Regel Projekte zu
gewaltfreier Erziehung in den Schulen von Idlib durch und leistet
emanzipatorische Arbeit für Frauen.
Jetzt
hat sie diesen Kindergarten im Untergrund aufgebaut: “Den Eltern ist es
sehr wichtig, dass ihre Kinder trotz des Krieges weiter die Möglichkeit
haben, eine gute Bildung zu genießen”, sagte uns Ola von Dammeh.
“Deswegen fangen wir im Kindergarten schon mit kleinen
Unterrichtseinheiten an – wie an einer Vorschule.” Für die Kinder, von
denen viele Binnenflüchtlinge sind, ist der Ort ein safe space, an dem
sie trotz der Gewalt glückliche Momente erleben können und lernen
sollen, gewaltfrei miteinander umzugehen. Hier können sie dem Krieg für
eine gewisse Zeit entfliehen und miteinander spielend lernen.
Doch
der Kindergarten sieht sich auch vielen Problemen ausgesetzt. Der
Kindergarten ist nämlich selbstorganisiert und verfügt über kaum
Finanzen. “Wir versuchen hier mit den wenigen Mitteln, die uns zur
Verfügung stehen, das meistmögliche möglich zu machen. Die
Erzieher*innen kriegen kein besonders großes Gehalt, sind aber extrem
motiviert.” Die Materialien für den gewaltfreien Unterrichtsansatz
stellen sie fast alle selbst her. Auch fürs Heizen des Hortes stehen
keine finanziellen Mittel zur Verfügung. “Die Kinder müssen sich dann
halt warm anziehen. Anders geht es leider nicht”, sagte uns Ola.
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