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„Frauen, die der IS-Ideologie nicht folgen, werden ermordet“


Mit den türkischen Angriffen hat auch die Gewalt im nordsyrischen Camp Hol zugenommen. IS-Dschihadistinnen nutzen das Chaos und ermorden Frauen, welche die IS-Ideologie zurückweisen, berichtet Behiye Hisên, Sicherheitsverantwortliche des Camps. 


Etwa 45 Kilometer östlich von Hesekê liegt das Camp al-Hol, in dem viele Angehörige von IS-Dschihadisten untergebracht sind. Von den 71.000 Menschen im Camp sind 30.000 IS-Angehörige. Die IS-Dschihadistinnen demonstrieren in dem Camp immer wieder für Erdoğan und agieren dabei immer selbstbewusster. Die Morde und Angriffe durch IS-Frauen zeigen, dass es sich beim Camp Hol um eines der gefährlichsten Camps der Welt handelt. Gleichzeitig mit dem türkischen Angriff begannen IS-Frauen etliche Personen zu ermorden, „weil sie nicht nach den Regeln des IS gelebt haben“.

Die Kommandantin der Kräfte der inneren Sicherheit, Bahiya Hisên, ist für die Sicherheit des Camps verantwortlich. Die Gefahr im Camp Hol nehme jeden Tag zu, warnt sie. Nicht nur das Hol-Camp sei gefährlich, auch im Camp Roj seien tausende IS-Familien untergebracht. „Die in diesen Camps untergebrachten IS-Familien haben begonnen, sich mit dem türkischen Angriff gegen die Sicherheitskräfte zu erheben. Die IS-Frauen organisieren sich im Camp und führen Aktionen durch. Diese Frauen bringen alle Frauen um, die nicht nach den rückständigen Prinzipien des IS leben“, führt sie aus.
Sie verstecken sich unter der Verschleierung
Bahiya Hisen berichtet, dass die Sicherheitskräfte gegen diese Morde Maßnahmen eingeleitet hätten, beschreibt das Vorgehen aber als schwierig: „Die Frauen im Hol-Camp sind alle voll verschleiert. Deswegen ist es praktisch nicht möglich, Identitäten festzustellen. Es gibt sehr viele IS-Frauen im Camp und sie gehen immer gemeinsam vor. Außerdem fehlen unseren Kräften die technischen Mittel.“

Ein internationaler Gerichtshof muss eingerichtet werden“
Hisên warnt, dass die IS-Ideologie im Camp lebendig gehalten werde und fordert: „Die hier festgehaltenen Frauen müssen vor Gericht. Es muss in der Region ein internationaler Gerichtshof eingerichtet werden. Außerdem muss Druck auf die westlichen Staaten aufgebaut werden, dass sie ihre Staatsbürger übernehmen.“

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