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Asayîş in Aleppo: Angriff auf Şêxmeqsûd und Eşrefiyê war gezielte Provokation


Nach den schweren Angriffen auf die Viertel Şêxmeqsûd und Eşrefiyê in Aleppo hat die Asayîş erklärt, im Rahmen des Selbstverteidigungsrechts gehandelt zu haben. Die Behörde wirft der Übergangsregierung gezielte Eskalation vor.

Gezielte Provokation für Eskalation der Lage
 
ANF / ALEPPO, 23. Dez. 2025.

Die an die nordostsyrische Autonomieverwaltung angeschlossene Behörde für innere Sicherheit (Asayîş) in Aleppo hat sich zu den jüngsten Geschehnissen in den kurdischen Stadtteilen von Aleppo geäußert. In einer Erklärung vom Dienstagmorgen bezeichnete das Generalkommando die Angriffe als gezielte Provokation, die auf eine Eskalation der Lage abziele.

Die im Norden von Aleppo gelegenen Viertel Şêxmeqsûd und Eşrefiyê befinden sich seit rund vier Monaten unter einer verstärkten Blockade durch pro-türkische Gruppierungen, die unter dem Kommando des syrischen Verteidigungsministeriums stehen. Trotz wiederholter Deeskalationsbemühungen seien die Angriffe in den vergangenen Tagen massiv intensiviert worden. „Die jüngsten Attacken auf Şêxmeqsûd und Eşrefiyê sind Teil eines umfassenden Versuchs, unsere Kräfte in bewaffnete Auseinandersetzungen zu ziehen“, erklärte Kommandantin Axîn Nûcan im Namen des Asayîş-Kommandos in Aleppo. Ziel sei es, die Stabilität der Region zu untergraben und die Bevölkerung unter Druck zu setzen.

Am Montag hatten regimenahe Einheiten aus vier Richtungen gleichzeitig die beiden Stadtteile angegriffen. Dabei wurde eine Frau getötet. 17 weitere Zivilpersonen, darunter auch Kinder, sowie sechs Mitglieder der Asayîş wurden nach bisherigem Stand verletzt. Die Behörde betonte, nicht für den Ausbruch der Kämpfe verantwortlich zu sein. Vielmehr habe man ausschließlich im Rahmen des Selbstverteidigungsrechts auf die Angriffe reagiert. „Unsere Einheiten haben sich nicht an Kampfhandlungen beteiligt, sondern gezielt auf die Quellen des Beschusses reagiert“, so Nûcan.

Die Kommandantin erklärte weiter, dass die fortgesetzten Angriffe eine klare Verletzung des bestehenden Waffenstillstands darstellten, der zuvor mit der Übergangsregierung vereinbart worden war. Trotz dieser Umstände halte man weiter am Grundsatz der Deeskalation fest. „Wir werden unsere Bemühungen um Sicherheit, Stabilität und den Schutz der Bevölkerung fortsetzen“, so die Kommandantin. Gleichzeitig bekräftigte die Asayîş ihre Dialogbereitschaft und forderte alle Akteure auf, den Weg einer politischen Lösung nicht weiter zu blockieren.

 

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