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Der QSD-Oberkommandierende Abdi auf internat. Forum in Duhok (Niordirak)

 


Der QSD-Oberkommandiere Mazlum Abdi erklärt auf dem MEPS Forum in Duhok, dass „der von Abdullah Öcalan initiierte Friedensprozess eine Chance für den gesamten Nahen Osten ist“ und fordert Chancengleichheit in den Verhandlungen bezüglich Syrien.

Verhandlungen stärken, gleiche Chancen schaffen
 
ANF / REDAKTION, 19. Nov. 2025.

In der südkurdischen Stadt Duhok findet derzeit das sechste Middle East Peace and Security Forum (MEPS) statt. Als einer der Redner betonte Mazlum Abdi, Generalkommandant der Demokratischen Kräfte Syrien (QSD), dass Rojava in den Diskussionen über die Zukunft Syriens gleiche Chancen eingeräumt werden sollten, und fügte hinzu: „Der von Abdullah Öcalan eingeleitete Friedensprozess ist nicht nur für die Türkei, sondern für den gesamten Nahen Osten eine Chance.“ Abdi wies darauf hin, dass die in den Vereinigten Staaten geführten Verhandlungen beschleunigt werden müssen, und sagte: „Wir müssen den Dialogprozess bis Ende des Jahres zum Erfolg führen.“

Bei dem in diesem Jahr unter dem Titel „Managed Chaos – The New Middle East?“ stehenden Forum war die Teilnahme von Mazlum Abdi sowie von Ilham Ehmed, Ko-Außenbeauftragte der Demokratischen Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien (DAANES), für Mittwoch, den letzten Tagungstag, erwartet worden. Hunderte von Führungskräften, politischen Vertreter:innen, Diplomat:innen und Wissenschaftler:innen aus vielen Ländern und Regionen nehmen an dem Forum in der Stadt Duhok in der Kurdistan-Region des Irak (KRI) teil, unter ihnen auch Nêçîrvan Barzanî, Mesrûr Barzanî und Iraks Premierminister Mohammed Schia al-Sudani. Es wird unter der Leitung der Amerikanischen Universität Duhok organisiert und wurde nach einem Auftakttag mit geschlossenen Workshops gestern offiziell eröffnet.

Chancengleichheit gefordert

In seinem Beitrag lenkte Mazlum Abdi die Aufmerksamkeit auf die Entwicklungen in Nord- und Ostsyrien und sagte, die internationale Gemeinschaft habe Damaskus eine Chance für den Wiederaufbau Syriens gegeben. Er fügte hinzu: „Wir wollen, dass die gleiche Chance auch für Rojava gilt. Wir haben niemanden angegriffen, wir waren für niemanden eine Bedrohung. Unsere Präsenz innerhalb der syrischen Sicherheitskräfte sollte nicht als Bedrohung angesehen werden, im Gegenteil, sie ist ein wichtiges Element für die regionale Sicherheit und Stabilität.“

Um das Abkommen vom 10. März umzusetzen, müsse das Bündnis gestärkt werden, betonte der QSD-Kommandant. Ebenso sollten die Bemühungen zur Schaffung eines „neuen Systems“ auf der Grundlage der laufenden Verhandlungen in den Vereinigten Staaten verstärkt werden.

Der Friedensprozess als umfassende Chance

Auch auf den von Abdullah Öcalan entwickelten Friedens- und Demokratisierungsprozess nahm Abdi Bezug: „Der Friedensprozess, den Öcalan in Imrali begonnen hat, ist nicht nur eine Chance für die Türkei, sondern für den gesamten Nahen Osten. Wir unterstützen diesen Prozess. Die Region Kurdistan hat uns immer zur Seite gestanden. Wir schätzen den Beitrag von Mesûd Barzanî sowohl zum kurdischen Dialog in Rojava als auch zum Friedensprozess in der Türkei und erwarten, dass diese Unterstützung fortgesetzt wird.“

Zu dem neuen System, das in Syrien etabliert werden soll, sagte Abdi: „Wir werden keine Rückkehr zur zentralistischen Struktur der Assad-Ära zulassen. Nach 15 Jahren Krieg muss ein dezentralisiertes System etabliert werden, und die einzelnen Komponenten müssen in der Lage sein, sich selbst zu regieren.“

Aktuelle Verhandlungen

Die QSD, ein multiethnisches Militärbündnis, gelten als zentrale Partner der internationalen Anti-IS-Koalition im Nordosten Syriens. Die Integration der QSD in eine künftige nationale Struktur Syriens gilt als ein zentrales Thema laufender Verhandlungen im Rahmen des politischen Übergangsprozesses.

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