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Vereinigung der Journalistinnen Mesopotamiens: Zunehmende Bedrohungen gegen Journalistinnen

 

„Politik der Straflosigkeit heizt Angriffe an“
 
ANF / AMED, 25. Sept. 2025.

Die Vereinigung der Journalistinnen Mesopotamiens (MKG) hat am Mittwoch mit einer Pressekonferenz auf die zunehmenden Drohungen gegen Journalistinnen in Amed (tr. Diyarbakır) aufmerksam gemacht. Die Erklärung ist von der Vorsitzenden der Vereinigung, Roza Metina, auf Kurdisch verlesen worden, und die türkische Fassung von Semra Turan, einem Mitglied der MKG.

Journalistinnen verteidigen das Recht auf Information

Semra Turan betonte, dass die Tradition der freien Presse das Recht der Menschen auf Information verteidige, und fügte hinzu: „Journalistinnen sind die dynamischsten Elemente dieser Tradition, sie machen die Wahrheit sichtbar und setzen sich für das Recht auf Leben von Frauen und Kindern ein. Die Drohungen, Ermittlungen und Gerichtsverfahren gegen Journalistinnen richten sich heute in Wirklichkeit gegen diese Tradition.“

Zunehmende Drohungen, Repression und Straflosigkeit

Allein drei während der Pressekonferenz aufgeführte Beispiele zeigten die Bandbreite des Problems auf. Nach Morddrohungen gegen die JINNEWS-Reporterin Şehriban Aslan seien keine wirksame Maßnahmen gegen den Täter ergriffen worden. Die JINNEWS-Nachrichtenredakteurin Öznur Değer war nach der Veröffentlichung eines Berichts bedroht worden, und die Reporterin der Mezopotamya-Agentur, Zeynep Durgut, war wegen ihrer Berichte über Prostitutionsnetzwerke zur Aussage vorgeladen worden.

Laut Turan habe die Politik der Straflosigkeit die Angriffe angeheizt. Sie betonte, dass die freie Presse das Gewissen des Volkes sei und nicht zum Schweigen gebracht werden könne, und schloss mit folgenden Worten: „Als MKG betonen wir, dass wir weiterhin alle Drohungen, Ermittlungen und Gerichtsverfahren gegen Journalistinnen beobachten werden. Wir werden dafür kämpfen, die Politik der Straflosigkeit zu beenden und die Kriminalisierung des Journalismus zu stoppen. Wir rufen die gesamte Öffentlichkeit, Frauenorganisationen, Berufsverbände der Presse und demokratische Massenorganisationen dazu auf, ihre Solidarität zu verstärken.“

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