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Neues Brustkrebs-Vorsorgezentrum in Raqqa eröffnet


Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen. In Raqqa hat die Autonomieverwaltung Nord- und Ostsyrien nun ein neues Mammographie-Screening-Zentrum eröffnet. Passend dazu werden regelmäßige Infoveranstaltungen zum Thema Brustkrebsvorsorge angeboten.

Je eher Brustkrebs entdeckt wird, desto größer sind die Heilungschancen. In Europa gehört die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung zur medizinischen Standardversorgung. In vielen Teilen der Welt wissen Frauen jedoch zu wenig über die lebensbedrohliche Krankheit, so auch in Syrien. Um das zu ändern, hat das Gesundheitskomitee der selbstverwalteten Metropole Raqqa ein neues Mammographie-Screening-Zentrum eröffnet. Passend dazu werden regelmäßige Informationsveranstaltungen zum Thema Brustkrebsvorsorge angeboten.

Das in der Klinik für Geburtshilfe untergebrachte Krebsvorsorgezentrum bietet kostenlose Untersuchungen für Frauen aus der Gruppe mit erhöhtem Risiko für Brustkrebs an. „Die Frauen können davon ausgehen, dass ihre Röntgenaufnahmen von speziell geschulten und erfahrenen Ärzt:innen bewertet werden“, versicherte Hamida Al-Muhammad, Ko-Vorsitzende des Gesundheitskomitees von Raqqa, bei der Eröffnung. Auf den Befund müssten Patientinnen ein paar Tage warten, bei Auffälligkeiten erfolgt eine zweite Diagnostik. Sollte es tatsächlich zum Krebsbefund kommen, werden die behandelnden Ärzt:innen und das Team des Vorsorgezentrums gemeinsam mit der Patientin das weitere Vorgehen beraten.

Das Krebsvorsorgezentrum ist ein Projekt der Autonomieverwaltung Nord- und Ostsyrien

„Hier im Zentrum wird dem Krebs Paroli geboten“, sagte die Ko-Vorsitzende des Zivilrats von Raqqa, Hêvîn Îsmaîl. Sie rief die Frauen per Grußwort auf, Vorsorgeuntersuchungen unbedingt durchführen zu lassen und auch Einladungen zu Informationsveranstaltungen nachzukommen. Gynäkologinnen des Mammographie-Screening-Teams werden den Teilnehmerinnen die Ursachen und Folgen von Brustkrebs veranschaulichen und ihnen demonstrieren, wie Frauen ihre Brust auf verdächtige Knoten untersuchen können. „Sie können dabei nur gewinnen“, betonte Îsmaîl.

Hamida Al-Muhammad (r.) trug eine rosa Schleife, die ein internationales Aktionssymbol ist, das die allgemeine Aufmerksamkeit auf die Problematik der Brustkrebserkrankung lenken soll. 

Eigentlich hätte das Mammographie-Screening-Zentrum in Raqqa schon im Oktober eröffnet werden sollen – dem „Brustkrebsmonat“, der jährlich internationalen Anlass gibt, die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Brustkrebs in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Aufgrund einer Luftangriffswelle der türkischen Armee gegen die Autonomieregion Nord- und Ostsyrien musste die Eröffnung verschoben werden.

Fotos: ANHA

 

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