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Türkischer Drohnenangriff auf Auto bei Silêmanî


Bei einem türkischen Drohnenangriff auf ein Zivilfahrzeug im Gouvernement Silêmanî in der Kurdistan-Region Irak sind ersten Angaben zufolge zwei Menschen schwer verletzt worden.

Eine türkische Drohne hat ein Auto im Gouvernement Silêmanî in Südkurdistan bombardiert. Bei dem Angriff am Mittwochnachmittag auf der Straße zwischen Dukan und Xelekan sollen zwei Personen schwer verletzt worden sein. Das durch den Angriff ausgebrochene Feuer konnte vom Zivilschutz unter Kontrolle gebracht werden.

Das Landratsamt Dukan teilte zu dem Angriff mit, dass eine erste Untersuchung durchgeführt wurde und zwei schwer verletzte Personen ins Krankenhaus der Stadt eingeliefert wurden.


Die türkische Luftwaffe bombardiert das Nachbarland Irak regelmäßig. Seit den 1990er Jahren finden Militäroperationen gegen die Guerilla der PKK in den Bergen der autonomen Region Kurdistan statt. In den letzten Jahren werden Drohnen auch außerhalb der Guerillagebiete für gezielte Anschläge eingesetzt. Am Sonntag kam im Gouvernement Dohuk ein Zivilist bei einem türkischen Luftangriff ums Leben, ein weiterer Mann erlitt schwere Verletzungen. Kurz davor kam es in der Gemeinde Çemçemal westlich der Metropole Silêmanî zu einem Drohnenangriff, bei dem unbestätigten Angaben zufolge zwei Menschen ums Leben gekommen sein sollen. Am 28. Juli wurde ein Auto in der Şarbajêr-Region nördlich von Silêmanî von einer Drohne angegriffen. Tödliche Drohnenangriffe auf irakischem Territorium finden auch im ezidischen Siedlungsgebiet Şengal und im selbstverwalteten Flüchtlingscamp Mexmûr statt. In der Autonomieregion Nord- und Ostsyrien werden nahezu täglich Menschen durch türkische Killerdrohnen getötet. Die Angriffe richten sich gegen die Zivilbevölkerung und Freiheitskämpfer:innen.

 

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