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Hilfskonvoi von Heyva Sor a Kurd in Şehba eingetroffen

Nach Tagen des Wartens im Niemandsland zwischen Autonomie- und Regimegebiet in Nordsyrien ist ein Hilfskonvoi des Kurdischen Roten Halbmonds in Şehba eingetroffen.

Nach über anderthalb Wochen des Wartens im Niemandsland zwischen Autonomie- und Regimegebiet in Nordsyrien ist ein Hilfskonvoi des Kurdischen Roten Halbmonds (Heyva Sor a Kurd) in Şehba eingetroffen. Die Kolonne musste zuvor noch mehrere Kontrollpunkte der Regimetruppen passieren, weshalb die Lieferung zunächst schleppend vorankam. Drei Lastwagen mit Decken, Medikamenten und anderen Hilfsgütern passierten am Mittwoch über die Provinz Aleppo den Kanton Şehba.

Die Hilfsmittel seien für knapp dreitausend Familien vorgesehen, die nach den verheerenden Erdbeben im türkisch-syrischen Grenzgebiet am 6. Februar aus den kurdischen Stadtteilen Şêxmeqsûd und Eşrefiyê nördlich von Aleppo nach Şehba geflohen waren, teilte die Rothalbmondorganisation mit. Nach dem Entladen der LKW begann auch schon das Verteilen der Hilfsgüter. Zwei ärztliche Teams, die den Konvoi begleiten, sind mit mobilen Ambulanzen unterwegs, um Erdbebenbetroffene medizinisch zu versorgen.

Die Hilfslieferung nach Şehba glich einem Balanceakt, der auch hätte aus dem Ruder laufen können. Elf Tage harrten die Helferinnen und Helfer vor Aleppo aus, um eine Durchfuhrgenehmigung zu erhalten. Die Führung in Damaskus hatte Heyva Sor a Kurd den Zugang in das syrische Erdbebengebiet nur unter Auflage gewähren wollen. Zunächst sollte die kurdische Organisation die Hälfte der Güter und mindestens eine Ambulanz an das Regime abgeben. Später waren die Bedingungen aktualisiert worden: der gesamte Konvoi sollte dem Syrisch-Arabischen Roten Halbmond (SARC) überlassen werden. Heyva Sor a Kurd ließ sich nicht auf die Forderungen ein. Zuletzt hatte sich sogar die italienische Regierung eingeschaltet, um grünes Licht für den Hilfskonvoi zu bekommen.

 

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