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Massenangriff auf junge Frau in Silêmanî (Nordirak)

Massenangriff auf junge Frau in Silêmanî

Eine junge Frau ist auf einer Motorrad- und Automesse in Silêmanî von Dutzenden Männern verfolgt und geschlagen worden. Der Lynchversuch hat zu Protesten geführt, sieben Personen wurden festgenommen.

Auf einer Motorrad- und Automesse in der südkurdischen Metropole Silêmanî haben knapp hundert Männer eine Frau angegriffen. Die junge Frau wollte an der alljährlichen Veranstaltung im Hiwan-Viertel teilnehmen und wurde deswegen fast gelyncht.


 
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 In Videos, die in digitalen Netzwerken verbreitet wurden, ist zu sehen, wie die Frau von Dutzenden Männern verfolgt und geschlagen wird. Die sexistische Gewalt wird von den Anwesenden gefeiert und gefilmt.

Die Parlamentspräsidentin der Kurdistan-Region Irak (KRI), Rêwas Fayeq, hat den Lynchversuch im Kurznachrichtendienst Twitter verurteilt:

„Diese ,Männer' greifen brutal eine junge Frau an, die wie sie alle eine Auto- und Motorradausstellung besucht. Sie sind das Produkt eines barbarischen Verhaltens, dass in dieser Region jeden Tag auf geplante und organisierte Weise gegenüber Frauen gezeigt wird“, schreibt Fayeq. Eine Gesellschaft und Regierung, die diese aggressive Mentalität nicht brechen können, seien zu einem schnellen Tod verurteilt.

Auch Shanaz Ibrahim Ahmed, deren Ehemann der irakische Präsident Abdul Latif Raschid (YNK) ist, reagierte via Twitter: „Ich verurteile den Angriff auf die junge Frau scharf. Gewalt gegen Frauen ist nicht hinnehmbar. Die Täter müssen juristisch zur Rechenschaft gezogen werden.“

Nach Polizeiangaben sind im Zusammenhang mit dem Angriff sieben Personen festgenommen worden, die Ermittlungen dauern noch an.

 

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