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PYD zum Anschlag in Istanbul


Die PYD erklärt angesichts der Anschuldigungen des türkischen Staates bezüglich des Anschlags in Istanbul, der türkische Staat versuche mit Falschbehauptungen, eine Invasion in Rojava vorzubereiten.

Nach der Explosion in der Istiklal Caddesi im Zentrum von Istanbul, bei der am Sonntag sechs Zivilist:innen ums Leben kamen, machte der türkische Innenminister sehr schnell ein Konstrukt aus PKK, PYD und die YPG für den Anschlag verantwortlich. Alle beschuldigten Organisationen haben unabhängig voneinander den Anschlag verurteilt und die Verantwortung von sich gewiesen. Auch die PYD (Partei der Demokratischen Einheit) aus Nord- und Ostsyrien gab eine entsprechende Erklärung ab.

Taksim-Anschlag ist Verbrechen gegen unschuldige Menschen“

„Wir verurteilen den Angriff auf Zivilisten auf dem Taksim-Platz in Istanbul und betrachten ihn als ein grausames Verbrechen an unschuldigen Menschen“, heißt es in der Erklärung der PYD. „Jeden Tag massakriert der türkische Staat vor den Augen der Weltöffentlichkeit Kinder, Frauen und alte Menschen in unserer Region. Er will die Verantwortung für den grausamen Angriff am Taksim gezielt auf unsere Verteidigungskräfte und unsere Region schieben. Es geht darum, Angriffe auf die Menschen in der Region hier zu legitimieren. Die von den türkischen Medien veröffentlichten Informationen sind vom türkischen Geheimdienst MIT vorbereitete Falschmeldungen. Ihr Ziel ist es, das Bild der Demokratischen Kräfte Syriens (QSD), die die radikalste und mächtigste Terrororganisation der Welt, den IS, besiegt haben, zu beschädigen. Der MIT benutzt diesen Angriff, um die Weltöffentlichkeit von der Rechtfertigung einer weiteren Invasion (in Rojava) zu überzeugen. Solche Versuche sind nicht neu, denn der türkische Staat hat schon zuvor solche kriminellen Praktiken gegen die Völker und demokratischen Kräfte in der Türkei angewandt.

Geht dem türkischen Staat nicht in die Falle“

Wir rufen die internationale Gemeinschaft auf, nicht in diese niederträchtige Falle zu tappen. Die derzeitige Spezialkriegsregierung in der Türkei will ihre Chemiewaffenangriffe auf Freiheitskämpfer:innen und ihre Verbrechen gegen das kurdische Volk auf diese Weise vertuschen. Wir müssen uns in diesem Zusammenhang gegen die psychologische Kriegsführung des türkischen Staates stellen.

Wir rufen die Völker in der Türkei auf, sich vor der Propaganda des türkischen MIT in Acht zu nehmen und diese Lüge nicht zu glauben. Der MIT will, dass wir uns Feinde werden. Wir aber müssen uns als Völker gegen die faschistische Regierung von Erdoğan und Bahçeli vereinen.

Wir verurteilen erneut den barbarischen Anschlag und sprechen den Familien der Verstorbenen unser Beileid aus und wünschen den Verwundeten schnelle Heilung.“

 

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