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Kurdischer Sänger in Iran zum Tode verurteilt




Der kurdische Sänger und Rapper Saman Yasin ist von einem iranischen Gericht zum Tode verurteilt worden. Der Vorwurf: „Kriegsführung gegen Gott“.

Der kurdische Sänger und Rapper Saman Yasin ist von einem iranischen Gericht zum Tode verurteilt worden. Der Vorwurf: „Kriegsführung gegen Gott“. Der 27-Jährige, der bürgerlich Saman Seydi heißt und aus Kirmaşan (Kermanschah) stammt, wurde am 2. Oktober in Teheran festgenommen, weil er die Proteste gegen das Regime unterstützte. Nach Angaben der kurdischen Menschenrechtsorganisation Hengaw war er während seiner Haft in den letzten Wochen körperlicher und seelischer Folter ausgesetzt.

Die Anhörung von Yasin dauerte nur wenige Minuten und wurde im Staatsfernsehen veröffentlicht – eine altbewährte Taktik, um Angst und Schrecken zu verbreiten. Einberufen für den Prozess wurde ein sogenanntes Revolutionsgericht. Richter Abolqasem Salavati, bekannt für seine schnellen Todesurteile gegen Oppositionelle, verlas elf Anklagepunkte, darunter auch „Korruption auf Erden“. Der Musiker verneinte alle Vorwürfe.

Revolutionsgerichte sind bekannt für solche Schauprozesse. Dabei geht es auch darum, eine Unterdrückung von Bevölkerungsgruppen publik zu machen. Unzähligen inhaftierten Demonstrierenden drohen in Iran derzeit Todesurteile. Diese Woche hat das Regime im Fall von mindestens acht weiteren Demonstrierenden die Urteile zu Hinrichtungen gesprochen.

 

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