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Camp Hol: Weitere Ezidin befreit


Die YPJ haben im Rahmen der Anti-IS-Operation im Camp Hol eine weitere Ezidin aus den Händen von IS-Dschihadist:innen befreien können. Eine weitere befreite Ezidin konnte mit ihrer Familie zusammengebracht werden.

Seit dem 25. August findet eine großangelegte Anti-IS-Operation im Flüchtlings- und Internierungslager al-Hol statt. Die Operation bringt das Ausmaß der IS-Strukturen in dem Lager in der Nähe von Hesekê in Rojava immer deutlicher zum Ausdruck. Es wurden bereits etliche Folterkammern und Schulungszentren des IS ausgehoben und Gefangene befreit. Wie die Nachrichtenagentur ANHA mitteilt, gelang es den Frauenverteidigungseinheiten (YPJ) erneut, eine Ezidin aus den Händen des IS zu befreien. Die 24-Jährige wurde 2014 vom IS aus Şengal verschleppt.

Nach acht Jahren Gefangenschaft der Familie übergeben

Sie ist nicht die erste Gefangene, die in den vergangenen Tagen aus IS-Gefangenschaft befreit werden konnte. Am vergangenen Freitag waren bei der Operation eine im Alter von neun Jahren 2014 vom IS aus ihrem Dorf Koço in Şengal verschleppte Ezidin in Camp Hol befreit worden. Die mittlerweile 18-jährige Verschleppte konnte nun mit Hilfe der ezidischen Frauenbewegung TAJÊ mit ihrer Familie zusammengebracht werden. Die Familie der Verschleppten dankte für die Befreiung ihrer Tochter, warnte aber: „Es gibt viele Menschen, die sich immer noch in den Händen dieser Verbrecher (des IS) befinden. Wir wollen, dass die Ermittlungen fortgesetzt werden und die übrigen befreit und mit ihren Familien wiedervereint werden können.“

Weitere Gefangene befreit

Am vergangenen Montag wurden vier weitere angekettete IS-Gefangene gefunden. Drei dieser Frauen konnten im Rahmen eines Spezialeinsatzes der YPJ im Abschnitt „Muhadschirat“, wo Familien von ausländischen Dschihadisten interniert sind, befreit werden. Entdeckt wurden sie in einem Zelt, das offenbar als Folterzentrum genutzt wurde. Die Körper der Frauen im Alter von 20, 22 und 23 Jahren wiesen Folterspuren auf. Die vierte Frau wurde im Bereich für Angehörige von syrischen IS-Söldnern in einer Folterkammer des IS gefunden. Sie soll ebenfalls gefesselt gewesen sein. Ihre Verletzungen deuteten auf massive Folter hin.

 

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