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Deir ez-Zor: 33.000 Quadratmeter von Sprengkörpern geräumt


In Deir ez-Zor in Nordostsyrien konnten aus einem 33.000 Quadratmeter großem Gebiet 3.722 vom IS gelegte Sprengfallen und Blindgänger geräumt werden.

Die Region Deir ez-Zor war das letzte Gebiet unter der Herrschaft der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) in Ostsyrien. Um eine Befreiung der Region zu verhindern, wurden weite Landstriche von ihm mit unzähligen Sprengfallen vermint. Der Kampfmittelräumdienst Roj (Roj Mine Control Organization, RMCO) konnte nun in einer 46-tägigen Minenräumkampagne ein 33.000 Quadratmeter großes Gebiet, auf dem 4.400 Menschen leben, von Sprengkörpern räumen. Auf dem Gelände wurden 3.722 Sprengfallen und Blindgänger entdeckt und entschärft. Unter den entschärften Sprengkörpern befanden sich unzählige Mörsergranaten und sogar Katjuscha-Raketen.

Die RMCO wurde 2016 als spezialisiertes Bombenentschärfungsteam gegründet. Ein Jahr später begann das zehnköpfige Team, sich mit internationalen Organisationen zu vernetzen.

Erst vor wenigen Tagen zwei Kleinkinder durch Minen getötet

Minen und Blindgänger stellen immer noch ein massives Problem in Nord- und Ostsyrien dar. Erst am 28. September waren in der Nähe des Dorfes Behra bei Deir ez-Zor zwei Kinder bei der Explosion einer vom IS hinterlassenen Sprengfalle ums Leben gekommen. Zwei weitere Kinder wurden verletzt. Bei den Getöteten handelte es sich um ein zwei- und ein dreijähriges Kind.

 

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