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Corona-Welle: Lockdown in Nordostsyrien


In Nordostsyrien gilt ab Sonntag erneut eine Ausgangssperre, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Nach offiziellen Angaben sind im Autonomiegebiet bisher 935 Menschen an einer festgestellten Corona-Infektion gestorben.

Nordostsyrien geht am Sonntag erneut in einen Lockdown, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Das ordnete die Autonomieverwaltung von Nord- und Ostsyrien am Donnerstag an, nachdem mit 17 Toten an einem Tag die bisher höchste Sterberate verzeichnet worden war und die Kapazitäten zur Behandlung von Covid19-Kranken nahezu ausgeschöpft sind.

Die neue Abriegelung tritt am 3. Oktober in Kraft und gilt vorläufig bis zum 9. Oktober. Bereits jetzt herrscht in den Regionen Cizîrê, Euphrat und Deir ez-Zor eine teilweise Ausgangssperre. Betroffen sind auch Schulen und Universitäten, ausgenommen sind jedoch Krankenhäuser, der Handelsverkehr und humanitäre Fälle an den Grenzübergängen. Lebensmittelgeschäfte haben ab morgen nur noch vormittags geöffnet.

Nach offiziellen Angaben sind im Autonomiegebiet bisher 935 Menschen an einer festgestellten Corona-Infektion gestorben. Der Gesundheitsbeauftragte von Nordostsyrien, Ciwan Mistefa, erklärte am Donnerstag in Qamişlo, dass „die Autonomiebehörde nicht mehr in der Lage ist, das Virus allein zu bekämpfen, wenn die Situation so weitergeht". Die Situation in den Gesundheitszentren sei beängstigend, die Versorgungskapazitäten seien nahezu ausgeschöpft. „Und die Lage wird nicht besser. Vielmehr deutet sie auf eine humanitäre Katastrophe hin", so der Ko-Vorsitzende der Gesundheitsbehörde.

Die Autonomieverwaltung hat unterdessen die Einwohner:innen aufgerufen, die Regeln der Gesundheitsprävention zu befolgen und Gesichtsmasken zu tragen

 

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