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Spenden von Efrîn-Vertriebenen an Camp Waşokanî


Trotz ihrer eigenen schwierigen Lage haben Vertriebene aus Efrîn in Şehba eine Spendenkampagne für die Bewohner*innen des Camps Waşokanî initiiert. Die umgerechnet 3500 Euro wurden bereits an das Lager übergeben. 


In Şehba, einer wüstenähnlichen Region in Nordsyrien, in der viele Menschen aus Efrîn nach der türkischen Invasion Schutz suchten und in Camps der Selbstverwaltung leben, haben Vertriebene eine Spendenkampagne für die Bewohner*innen des Lagers Waşokanî initiiert. Trotz der eigenen schwierigen Lage konnten rund 3500 Euro für die Vertriebenen aus den türkischen Besatzungszonen Serêkaniyê (Ras al-Ain) und Girê Spî (Tall Abyad), die in dem Camp zwölf Kilometer westlich von Hesekê untergekommen sind, zusammengetragen werden. Ein kleiner Tropfen auf dem heißen Stein, aber mit großer Wirkung. Besonders vor dem Hintergrund, dass kaum internationale Hilfen für Flüchtlinge und Binnenvertriebene in Nordsyrien ankommt. Nur wenige Organisationen wie beispielsweise die deutschen NGOs Cadus in Berlin oder medico international aus Frankfurt unterstützen die Vertriebenen regelmäßig.

Umso größer war im Camp Waşokanî die Freude über die Spende aus Şehba. Ferhan Dawud, Ko-Vorsitzender der Bewegung für eine demokratische Gesellschaft (Tevgera Civaka Demokratîk, TEV-DEM) im Kanton Hesekê und Faruq Tozo aus dem Parteivorstand waren bei der Übergabe der Spende ebenfalls sichtlich gerührt. Die Soforthilfe wurde bereits an die Leitung des Lagers, in dem inzwischen mehr als 8000 Menschen leben, übergeben.

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