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100.000 Olivenbäume für Raqqa


Vergangenen März wurde in der von der IS-Terrorherrschaft zerstörten nordsyrischen Stadt Raqqa eine Aufforstungsaktion ins Leben gerufen. Seitdem wurden im gesamten Stadtgebiet rund 100.000 Olivenbäume gepflanzt.


Die nordsyrische Stadt Raqqa galt seit jeher als multikulturell und liberal. Dann wurde sie „Hauptstadt“ des selbsternannten Kalifats des sogenannten „Islamischen Staates“ (IS) - und der Terror Alltag. Während der Terrorherrschaft des IS wurde Raqqa fast vollständig zerstört - die Organisation führte einen Vernichtungsfeldzug gegen Mensch, Natur, Kultur und Geschichte.
Seit die Stadt von den Demokratischen Kräften Syriens (QSD) im Oktober 2017 befreit wurde, bemüht sich der Zivilrat von Raqqa um den Wiederaufbau der Infrastruktur. Um die Wiederherstellung der Grünflächen und Parks kümmert sich die Volkskommune in Zusammenarbeit mit dem Umweltausschuss und dem Komitee für Parkraumbewirtschaftung. Der IS hatte während seiner Terrorherrschaft fast alle Parks und Gärten vernichtet. Aus vielen Grünflächen in Raqqa und außerhalb der Stadt wurden Massengräber.

Im März vergangenen Jahres initiierte die selbstverwaltete Stadt eine Aufforstungsaktion. Seitdem konnten im gesamten Stadtgebiet im Rahmen des für Raqqa erarbeiteten Begrünungsplans rund 100.000 Olivenbäume gepflanzt werden. Parallel dazu verteilt der Zivilrat kostenlos Baumsetzlinge an die Bewohner*innen in den ländlichen Regionen. Somit wird auch ein gesellschaftlichen Umdenken bewirkt.

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