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Volksbäckerei in Zirgan arbeitet trotz Angriffen weiter


Zirgan liegt südlich von Serêkaniyê und befindet sich permanent im Visier des türkischen Staates und seiner Milizen. Trotz aller Widrigkeiten setzt die Selbstverwaltung ihre Arbeit fort und versorgt die Bevölkerung über die demokratischen Kommunen.


Zirgan (Abu Rasen) liegt an der Grenze zu den von der Türkei besetzten Gebieten in Nordsyrien, etwa 30 Kilometer südlich von Serêkaniyê (Ras al-Ain). Täglich schlagen in der Stadt und ihrer Umgebung Artilleriegranaten ein und immer wieder kommt es auch zu Gefechten. Die Bevölkerung versorgt sich seit fünf Jahren in großen Teilen durch die demokratische Selbstverwaltung in Kommunen genannten Basisräten selbst. Die Kommunen haben durch ihre Kommissionen auch in Zirgan ein Netzwerk von Volksbäckereien geschaffen, die nun trotz der Angriffe unverdrossen ihre Arbeit fortsetzen. Diese Bäckereien arbeiten in der Regel von den frühen Morgenstunden bis etwa 16.00 Uhr. Eine dieser Bäckereien in Zirgan hat elf Mitarbeiter*innen, sie produzieren täglich etwa 20.000 Brote, die sie in 2.400 Tüten mit jeweils acht Broten verpacken. Das produzierte Brot wird über die Kommunen an die Dörfer im Landkreis weitergeleitet.

Wir wollen die Bevölkerung nicht ohne Brot lassen“
Einer der Mitarbeiter, Yasîn Ibrahim Ahmed, berichtet: „Wir haben während der Angriffe Widerstand geleistet und pausenlos weitergearbeitet. Insbesondere in solch schwierigen Situationen ist es unsere Aufgabe, die Bevölkerung zu versorgen. Aufgrund der vielen Geflüchteten hier haben wir sehr große Schwierigkeiten bei der Versorgung, aber wir bemühen uns, diese Probleme zu überwinden. Wir wollen, dass das Brot alle erreicht und niemand ohne Brot sein muss. Auch wenn jeden Tag Granaten einschlagen, wir machen ohne Pause weiter.“

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