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Nord- und Ostsyrien führt Maskenpflicht ein

 


In den Autonomiegebieten Nord- und Ostsyriens gilt im Kampf gegen das Coronavirus ab Dienstag eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum. Die Regelung betrifft Innenstädte, Parks sowie andere Bereiche.

In den Autonomiegebieten Nord- und Ostsyriens gilt im Kampf gegen das Coronavirus ab Dienstag (18. August) eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum. Das Tragen einer Schutzmaske etwa in allen Bereichen der Innenstädte, Parks, Markthallen und anderen Orten mit großen Menschenansammlungen sei dann verpflichtend, heißt es in einem Dekret, das am Sonntag von der Selbstverwaltung verabschiedet wurde. Bisher gab es im nordostsyrischen Autonomiegebiet nur die dringende Empfehlung, zu Stoßzeiten in der Öffentlichkeit eine Maske zu tragen. Diese wurde aber wenig befolgt.

In öffentlichen Behörden gilt bereits eine Verpflichtung zum Tragen von Mund-Nasen-Schutz, Läden und andere Einrichtungen konnten bisher selbst entscheiden, ob die Menschen eine Maske tragen müssen. Wer sich ab dieser Woche keine Maske aufsetzt, für den seien explizite Strafen vorgesehen.

Nord- und Ostsyrien war zunächst recht glimpflich durch die erste Pandemie-Welle gekommen. Weitgehend geschlossene Grenzen und strikte Quarantäneauflagen hielten die Region vom Virus fern. Jetzt scheint eine vielfach befürchtete Infektionswelle Nordostsyrien erfasst zu haben. Täglich steigen die Infektionszahlen. Aktuell geht man im Autonomiegebiet von 204 Infektionsfällen aus. Binnen Tagesfrist sei am Sonntag die Zahl der bestätigten Fälle um weitere 22 angestiegen. Eine mit dem Coronavirus infizierte Person ist im gleichen Zeitraum gestorben. Insgesamt gibt es elf Pandemie-Tote.

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