Aktuelle Beschlüsse des Demokratischen Syrienrats

Auf einer Sitzung in Bozanê (Ain Issa) hat der Vorstand des Demokratischen Syrienrates Richtlinien zur aktuellen politischen und militärischen Situation beschlossen.

ANF / GIRÊ SPÎ, 3. Febr. 2019.

Auf einer Vorstandssitzung des Demokratischen Syrienrates (MSD) in Bozanê (Ain Issa) sind die aktuellen politischen und militärischen Entwicklungen diskutiert worden. An der Sitzung nahmen die Ko-Vorsitzende Emine Omer, der stellvertretende Vorsitzende Luqman Ehme, Mitglieder des politischen Beirats, Lilwa Abdullah als Sprecherin der Offensive „Gewittersturm Cizîrê“ gegen den IS sowie nicht vor Ort anwesende Vorstandsmitglieder über Skype teil.

In der Diskussion um die politischen und militärischen Entwicklungen ging es um den Rückzugsbeschluss der USA aus Syrien, die Debatte um die Einrichtung einer Sicherheitszone in Nordsyrien, die diplomatischen Kontakte der MSD-Vertreter*innen und die Gespräche mit dem syrischen Regime.

Beschlüsse wurden zu folgenden Themen gefasst:

– Ablehnung einer Sicherheitszone unter türkischer Kontrolle

– Dialog innerhalb Syriens

– Aufnahme diplomatischer Beziehungen zu Ländern der Region und arabischen Staaten

– Kontaktaufnahme zu oppositionellen Kräften im Ausland

– Erarbeitung einer eindeutigen Strategie für Nord- und Ostsyrien

– Fortsetzung des Antiterrorkampfs auch nach der Niederlage des IS

– Der MSD setzt auf eine politische Lösung und muss an jedem Dialog über eine politische Lösung in Syrien beteiligt werden

– Fortsetzung der diplomatischen Beziehungen zu den USA trotz Rückzugsbeschluss

– Erarbeitung einer alternativen Lösung gegen die Drohungen der Türkei (Sicherheitszone unter Kontrolle internationaler Kräfte, Flugverbotszone über Nord- und Ostsyrien)

– Entsendung diplomatischer Abordnungen in Staaten, die mit der Syrien-Frage befasst sind, um größere Unterstützung für das Projekt „Demokratisches Syrien“ zu gewinnen

Auf der Sitzung wurde außerdem den Aufnahmeanträgen von Partiya Yekîtiya Niştmanî ya Azad, Partiya Roj und Meclisa Niştîmanî ya Suryanî ya Sûrîye in den MSD zugestimmt.