Dritte Phase zur Befreiung Rakkas hat begonnen

Dritte Phase zur Befreiung Rakkas hat begonnenNordsyrien – Die dritte Phase im Kampf um die Befreiung der Stadt Rakka, einem zentralen Stützpunkt des IS, hat begonnen. Mit einer Pressekonferenz in Girê Spî im Landkreis Silûk haben die an der „Zorn des Euphrat“ genannten Operation beteiligten Kräfte den Beginn der dritten Phase des Kampfes um die Befreiung der Stadt Rakka verkündet. Die Operation „Zorn des Euphrat“  begann am 5. November 2016. In der ersten Phase konzentrierten sich die Aktivitäten auf das nördliche Umland der Stadt, während die zweite Phase, die sich sechs Wochen später an die erste Phase anschloss, sich auf das westlich der Stadt gelegene Umland konzentrierte. In der dritten nun beginnenden Phase soll das östlich der Stadt gelegene Umland vom IS befreit werden und so das Ziel, die Umzingelung der Stadt erreicht werden. „Dritte Phase zur Befreiung Rakkas hat begonnen“ weiterlesen

Die Kinder von Aleppo wollen wieder in die Schule

ANHA 31.1.2017 von Sîlva Mustefa aus Aleppo:

Die Kinder von den östlichen Stadtvierteln von Aleppo, die jetzt wieder frei leben können, haben nur einen Wunsch: dass sie wieder die Schule besuchen und Unterricht bekommen. Denn solange die von der Türkei ausgehaltenen Banden dort herrschten, galt das Grundrecht auf Schule für diese Kinder nicht. Im Krieg waren alle Schulen von den Banden besetzt und zu Quartieren für Soldaten umfunktioniert worden. „Die Kinder von Aleppo wollen wieder in die Schule“ weiterlesen

Flüchtlingspolitik II: Auch den Flüchtlingsfrauen sind ihre Rechte garantiert

31.1.2017 ANHA aus Afrin (Nordsyrien)

Erîfe Beker, die Vorsitzende des Rates für gesellschaftliche Angelegenheiten des Kantons Afrin, gab bekannt, dass die Gesetze für Frauen, die allgemein im Kanton gelten, auch für die Flüchtlingsfrauen volle Geltung haben. In den beiden Flüchtlingslagern Rubar und Şehba veranstaltete der Rat für gesellschaftliche Angelegenheiten von Afrin für die dort lebenden Frauen Versammlungen. „Flüchtlingspolitik II: Auch den Flüchtlingsfrauen sind ihre Rechte garantiert“ weiterlesen

Flüchtlingspolitik I: Die Êzidî organisieren täglich ihr Leben neu

29.1.2017 von Kawa Hemo und Nejbîr Osman aus Dêrik (Nordsyrien)

 

Im Lager “Newroz” bei Derîk organisieren die Êzidî-Flüchtlinge ihr Leben gemäß ihrer Kultur. Das Lager wurde 2014 von der Demokratischen Autonomen Verwaltung des Kantons Cezire aufgebaut. Heute zählt es 300 Zelte mit 520 Êzidî-Familien. Im Lager entfalten selbstorganisierte Institutionen ihre Aktivitäten wie das Zentrum für Kultur, Kunst und Handwerk, das Gesundheitszentrum, das Konsultationszentrum für traumatisierte Frauen, „Flüchtlingspolitik I: Die Êzidî organisieren täglich ihr Leben neu“ weiterlesen

Die Rolle der YPJ-Kämpferinnen in Aleppo

Aleppo / ANF – Mahir Yılmazkaya / Darav Âlâ, 29.1.2017

Interview mit Zozan Hêvî, Kommandantin der YPJ in Aleppo

Der Osten von Aleppo war lange Zeit in der Gewalt von Al Kaida – Gruppen wie El Nusra und Ahrar Al Scham, also Banden der “Nationalen Koalition Syriens” (NKS). Dann ist in einer zwischen dem Baath-Regime und Rußland koordinierten Offensive Ost-Aleppo von diesen Banden gesäubert worden. Wie sieht es in Aleppo jetzt aus? „Die Rolle der YPJ-Kämpferinnen in Aleppo“ weiterlesen

Die Bevölkerung kümmert sich in Afrîn um die Flüchtlinge

von Berîtan Sarya / ANF News, Afrîn:

 Afrîn ist mit 600.000 Bewohnern der kleinste der selbstverwalteten Kantone in Nordsyrien. Eine Insel des Friedens eine halbe Autostunde nordwestlich von Aleppo. Kein Wunder, dass immer wieder Flüchtlinge nach Afrîn strömen, letzten November und Dezember aus dem bombardierten Aleppo, und in den letzen Wochen aus Şehba, der Gegend um El Bab, wo die Türkei pausenlos bombardiert. Inzwischen sind es über 200.000, die in Afrîn Zuflucht gefunden haben. „Die Bevölkerung kümmert sich in Afrîn um die Flüchtlinge“ weiterlesen

Zwangsverwaltungen in Nordkurdistan: Wie der Staat die demokratische Kommunalverwaltung abschafft

 

Civaka Azad – Kurdisches Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit, 26.01.2017

Die Geschichte der gewählten kurdischen Bürgermeister in Nordkurdistan, also dem Osten der Türkei, reicht bis auf den 14. Oktober 1979 zurück. Damals wurde der unabhängige Kandidat Edip Solmaz zum Bürgermeister von Êlih (Batman) gewählt. Der bei seiner Wahl erst 27-jährige Solmaz gilt somit als so etwas wie der Pionier in der Geschichte der kurdischen Bürgermeister innerhalb der türkischen Staatsgrenzen. Doch dass Solmaz, der unter schwierigsten Bedingungen zu den Wahlen angetreten war, tatsächlich Bürgermeister einer kurdischen Stadt werden sollte, das wollte der türkische Staat nicht hinnehmen. Und so wurde Solmaz nur 28 Tage nach seiner Wahl durch Mitglieder des „Tiefen Staates“  bzw. der türkischen Gladio ermordet. „Zwangsverwaltungen in Nordkurdistan: Wie der Staat die demokratische Kommunalverwaltung abschafft“ weiterlesen

Hanna Bohmann: Auch nach dem IS wird die YPJ ihren Kampf gegen patriarchale Unterdrückung fortführen

Published by on 14. Januar 2017

Hanna Bohman
Hanna Bohman

ROJAVA – Sechs Jahre sind vergangen, seitdem der Krieg in Syrien ausgebrochen ist und tagtäglich Millionen von Menschen betrifft. Seit Beginn haben westliche Medien die Auswirkungen dieses Krieges bestmöglich verschleiert. Mit dem Kampf um Kobanê begannen die Medien auch über die kurdischen Verteidigungseinheiten, insbesondere über die kurdischen Kämpferinnen, als vorderste Front im Kampf gegen radikal-jihadistische Gruppen, wie den sogenannten Islamischen Staat (IS/Daesh), zu berichten. Dieser Kampf zog die Aufmerksamkeit der Menschen weltweit auf sich. Hanna Bohman ist eine westliche Internationalistin, die in den Irak und nach Syrien reiste, um den kurdischen Frauenverteidigungseinheiten (YPJ) in Rojava beizutreten. Sie ist eine der wenigen westlichen Frauen, die Seite an Seite mit den Kurden in Nordsyrien kämpft.

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DAS JAHR 2016 IN KURDISTAN – EINE BILANZ AUS SICHT DER PKK. GESPRÄCH MIT CEMIL BAYIK.

[1] _#Cemil Bayik ist Gründungsmitglied der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). 1976 schloss er sich dem Zirkel um den Kurdenführer Abdullah Öcalan an, seitdem hat er wichtige Funktionen in der kurdischen Befreiungsbewegung inne. Heute führt er zusammen mit Bese Hozat den Dachverband Union der Gemeinschaften Kurdistans (KCK), in dem auch die PKK Mitglied ist._

WÄHREND DES GESAMTEN JAHRES 2016 VERSUCHTEN DER TÜRKISCHE STAATSPRÄSIDENT ERDOĞAN UND DIE REGIERUNGSPARTEI AKP IHR REGIME ALS SEHR GEFESTIGT UND STABIL ZU PRÄSENTIEREN. IM OSTEN DER TÜRKEI WANDTEN SIE GEGEN DIE KURDISCHE BEWEGUNG BRUTALE GEWALT AN. NACH DEM GESCHEITERTEN PUTSCH IM JULI VERHAFTETEN SIE ZEHNTAUSENDE MENSCHEN. DENNOCH HABEN SIE IM DEZEMBER 2016 GESAGT: »DIE AKP-REGIERUNG VERSUCHT, SICH ALS MÄCHTIG DARZUSTELLEN, SIE IST ES ABER NICHT.« WARUM IST SIE NICHT MÄCHTIG UND WIE KANN SIE BESIEGT WERDEN? „DAS JAHR 2016 IN KURDISTAN – EINE BILANZ AUS SICHT DER PKK. GESPRÄCH MIT CEMIL BAYIK.“ weiterlesen

In der Gegend um Rakka erblüht neues Leben

Von Abdurrahman Gök, Dihaber / Rakka (Nordsyrien), YÖP 16.1.2017

 Die “Demokratischen Kräfte Syriens” (DKS) haben bisher in ihrer Offensive gegen die IS-Hochburg Rakka 180 Dörfer befreit, ca. 50 000 Einwohner auf 2.644 km² (s. Karte im “Info zur Kurd. Rev.” Nr. 39). Dass es sich um Befreiung und nicht um Eroberung handelt, wird im Bericht des Journalisten Abdurrahman Gök von seiner Reise ins Hinterland deutlich. (d.Red.). „In der Gegend um Rakka erblüht neues Leben“ weiterlesen