„Mein Sohn heißt Verrat“

Von Aladdin Sinayiç, aus YÖP vom 4.1.2016

 Es gibt Schmerzen, die sind unermeßlich, die können nicht erzählt, die können nicht verstanden werden. Manche sind so groß, dass unsere Wirklichkeit nicht ausreicht, sie zu ermessen, sie als tatsächlich zu akzeptieren. Wenn eine Mutter ihr Kind, ein Stück von ihr selbst, den Namen “Verrat” gibt. „„Mein Sohn heißt Verrat““ weiterlesen

Êzîdî wieder in Gefahr!

YÖP vom 4.1.2017. Interview von Ramazan Marankoz mit Feleknas Uca

Am 3. August 2014 überfiel der IS (Islamische Staat) das kurdische Volk der Êzîdî (Jesiden) in ihrem Siedlungsgebiet Şengal (Nordirak), um sie auszurotten. Tausende wurden geötet, Tausende Frauen und Kinder versklavt. Aber Hunderttausende konnten sich dank der militärischen Intervention der PKK retten.

ezidiIm türkischen Teil Kurdistans ließen sich 33 000 Êzîdî nieder, versorgt von der Bevölkerung und den kurdischen Stadtverwaltungen. Jetzt hat Erdoğan die kurdischen BürgermeisterInnen verhaften lassen und Statthalter eingesetzt. Sämtliche zivilen Organisationen, Zentren und Initiativen wurden verboten, auch die, welche sich um die Flüchtlinge kümmerten. Und die 1029 Êzîdî-Flüchtlinge, die noch im Lager Fidanlık von Diyarbakır leben, sollen jetzt gegen ihren Willen in AFAD-Lager (der Regierung) deportiert werden. Feleknas Uca, HDP-Abgeordnete von Diyarbakır, schlägt Alarm: „Êzîdî wieder in Gefahr!“ weiterlesen

Hände weg von Şengal! Wir Êziden werden uns weiterhin selbst organisieren!

Êzîdischer Frauenrat

 

 

 

 

 

Der Vertreter der Regionalregierung Kurdistan-Irak (KRG) und Funktionär der Demokratischen Partei Kurdistans (PDK) Necirvan Berazani droht mit einem Angriff auf Shengal.

Als Dachverband des Ezidischen Frauenrats e.V. schließen uns einer Erklärung des Rates der Êzid*innen zum Wiederaufbau von Shengal, der Partei für Freiheit und Demokratisierung der Ezid*innen (PADÊ), der Bewegung der Freien Frauen Shengals (TAJÊ) sowie des Rates der Jugend Shengals vom 26.12.2016 bezüglich dieser Drohungen an. „Hände weg von Şengal! Wir Êziden werden uns weiterhin selbst organisieren!“ weiterlesen

Frauen-Kooperative für Milchprodukte in Derik (Nordsyrien)

Von Berîtan Sarya, Derik / ANF 24.12.2016

In Rojava werden die wirtschaftlichen Aktivitäten der Frauen in Form von Kommunen und Kooperativen organisiert. Seit etwa 2 Jahren treffen sich die Frauen hauptsächlich in kleinen Kooperativen außer Haus, sichern ihren eigenen Lebensunterhalt und tragen gleichzeitig mit Produkten, deren Preise der Kaufkraft der Gesellschaft angemessen ist, zur Versorgung der Bevölkerung bei. „Frauen-Kooperative für Milchprodukte in Derik (Nordsyrien)“ weiterlesen

Vier Jahre Revolution in Nordsyrien – Bilanz

Aus: “Özgürlükçü Demokrasi” vom 31.12.2016

( = “Freiheitliche Demokratie”, Internet-Zeitung, erscheint seit 8/2016)

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Panorama

Zu Beginn des Jahres 2012 begann faktisch der syrische Bürgerkrieg. Nach vier Jahren gibt es Hunderttausende Tote. Die Städte sind in Ruinen. Die Region wird als Schlachtfeld des 3. Weltkrieges taxiert. Und genau hier proklamiert die Revolution von Rojava aufgrund politischer, diplomatischer, militärischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Entwicklungen: “Eine andere Welt ist möglich!” „Vier Jahre Revolution in Nordsyrien – Bilanz“ weiterlesen

Frauenrat von Minbic packt soziale Probleme an

Aus: Gazete Şûjin vom 23.12.2016

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Minbic-Frauenrat

Die Stadt Minbic in Nordsyrien ist vor ein paar Monaten aus dem Klauen des IS (Islamischen Staates) befreit worden. Von der Agentur Reuters wurde ein Bild zum “Foto des Jahres” gekürt, auf dem eine Frau von Minbic nach der Befreiung ihren schwarzen Umhang wegwirft. Aber das war erst der Beginn der Frauenrevolution hier. dÜ)

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Was ist los in Şex Meqsûd (Kurdisch-Aleppo)?

 Von Abderrahman Gök / Dihaber aus Aleppo, YÖP 19. und 20.12.2016.

 (Şex Meqsûd ist ein nördliches Stadtviertel von Aleppo, das überwiegend von Kurden bewohnt wird. Wie Rojava wird es seit 5 Jahren selbstverwaltet, liegt nicht weit vom Kanton Afrin (ca. 40 km SO von Afrin), ist aber wie eine Insel eingeklemmt zwischen vom Assad-Regime beherrschten Stadtvierteln im N und W und (bis vor kurzem) von Islamisten beherrschten Stadtvierteln im O. Vor allem von Letzteren wurde es immer wieder beschossen, mit Dutzenden von Toten in der Zivilbevölkerung von Şex Meqsûd.

 Vor ein paar Tagen hatte der ‘Dihaber’-Korrespondent Abdurrahman Gök Gelegenheit, mit Şiyar Ali und Bêrîvan Abdo von den ‘Asayiş’ (Sicherheits-Einheiten) von Şex Meqsûd zu sprechen. Beide gehen ausführlich auf die Lage dieser Kurden-Enklave gerade während der “Eroberung” von Ost-Aleppo durch das Assad-Regime ein. dÜ.) „Was ist los in Şex Meqsûd (Kurdisch-Aleppo)?“ weiterlesen

Assad: Föderale kurdische Zone nur „vorübergehend“

19.12.2016: Der Sieg der syrischen Armee und ihrer Verbündeten über die Rebellen in Ost-Aleppo bedeutet einen Wendepunkt im Syrien-Krieg. Militärische Kräfte werden frei, die jetzt an anderen Fronten im Land konzentriert werden können. In dieser Situation hat Syriens Präsident Bashar al-Assad erklärt, dass die föderale kurdische Zone in Nordsyrien nur „vorübergehend“ sei. Dagegen bekräftigt der Co-Vorsitzende der kurdischen PYD die Forderung nach einem demokratischen, föderalen und dezentralisierten Syrien. Assad spalte Syrien, wenn er nicht darauf eingehe, warnt Salih Muslim. „Assad: Föderale kurdische Zone nur „vorübergehend““ weiterlesen

Wie das neue Leben in Minbic läuft…

Seyit Evran, Firanews,
13.12.2016

Die Herrschaftszeit des IS in Minbic war geprägt von Stille und Angst. Seitdem die Stadt allerdings befreit ist, kehrt die Lebendigkeit wieder in die Stadt zurück. Viele Läden und Geschäfte, die unter der IS-Herrschaft geschlossen wurden, sind mittlerweile wiedereröffnet worden. Auf dem Markt herrscht eine neue Lebhaftigkeit. Doch das, was am meisten ins Auge sticht, sind die vielen neueröffneten Shisha-Läden. Bevor der IS die Kontrolle in der Stadt übernahm, gab es nur einige wenige Shisha-Geschäfte in der Stadt. Nachdem der IS nun vertrieben wurde, werden es immer mehr. „Wie das neue Leben in Minbic läuft…“ weiterlesen

„Wir lebten in der Hoffnung auf den Tag der Befreiung“


Von Mahir Yılmazkaya, Rakka (Nordsyrien), ANF, 12.12.2016frau_aus_rakka

 

 

 

Im Verlauf der zweiten Phase der Militäroffensive “Zorn des Euphrat” zur Befreiung von Rakka säubern die “Demokratischen Kräfte Syriens” (DKS) täglich neue Dörfer, zur grossen Freude der Dorfbewohner. Aus dem Dorf Hemra sind diese in die befreiten Gebiete geflohen, noch bevor ihr Dorf, „„Wir lebten in der Hoffnung auf den Tag der Befreiung““ weiterlesen