Die Frauen von Şırnak bedienen Dreschmaschinen

JINHA 12.7.2016 Şırnex:

Die ausgebombten Familien von Şırnak leben in Zelten in der Umgebung. Die Frauen müssen ihre Familien versorgen. Dazu haben sie brachliegende Felder in Bearbeitung genommen für Gemüse- und Getreideanbau. Um alles müssen sich die Frauen kümmern, vom Gemüse-Ernten bis zum Getreide-Dreschen. “Wir zerstören die alte Männer-Mentalität”, sagen sie und betreiben auch die Dreschmaschine. „Die Frauen von Şırnak bedienen Dreschmaschinen“ weiterlesen

Frauenprojekt „biologischer Gartenbau“ in der Osttürkei

JINHA 9.7.16

Die Kreisstadt Çaldıran in der Provinz Van liegt 20 km von der iranischen Grenze entfernt auf fast 2 000 m Höhe. Hier wird von der Gemeinde ein Projekt realisiert, das die Ko-Bürgermeisterin für “unsere größte Errungenschaft” hält: Kollektiver biologischer Gartenbau von Frauen. “Mit diesem Projekt finden die Frauen zu ihrem eigentlichen Wesen zurück”, ist ihre Überzeugung. „Frauenprojekt „biologischer Gartenbau“ in der Osttürkei“ weiterlesen

Frauendelegation öffnet Europa und Amerika die Augen

Gulan Botan / JINHA 25.6.16

AMUDÊ (Rojava) – Die Ko-Präsidentin des Demokratischen Rates von Syrien (MSD = Meclîsa Sûriya Demokratik), Ilham Ehmed, hatte im Juni 2016 als Mitglied einer Delegation mehrere Länder Europas und Amerikas besucht. Sie bilanzierte nach ihrer Rückkehr ihre diplomatischen Gespräche in einem Interview mit der Frauen-Nachrichtenagentur JINHA. „Frauendelegation öffnet Europa und Amerika die Augen“ weiterlesen

Die Ausgebombten von Şırnak: in Zelten, aber kollektiv

JINHA 25.6.16

Am 14. März verhängte die türkische Regierung das Ausgehverbot über die Stadt. Die Bewohner mussten ihre Häuser verlassen. Aber sie kehrten ihrer Heimat nicht den Rücken, sondern liessen sich in Zelten in der Umgebung der Stadt nieder. “Wir haben Zelte errichtet und leisten hier seit 102 Tagen dem Druck der Regierung Widerstand. Wir sind nicht eingeknickt und werden auch künftig nicht nachgeben. „Die Ausgebombten von Şırnak: in Zelten, aber kollektiv“ weiterlesen

„Eid ist für uns die Befreiung unseres Dorfes“

Published by ISKU Informationsstelle Kurdistan e.V. on 5. Juli 2016
Xalid El Valid

MANBIJ – Südlich der schwer umkämpften Stadt Manbij liegt das Dorf Um Adesh. Die Bewohner*innen des Dorfes haben in den kommenden Tagen doppelten Grund zu feiern. Das Dorf Um Adesh wird dieses Jahr zum ersten Mal seit drei Jahren gewaltsamer Besatzung durch den Islamischen Staat (IS) eine freies und selbstbestimmtes Fest des Fastenbrechens, das sogenannte Eid oder im türkischen Bayram „„Eid ist für uns die Befreiung unseres Dorfes““ weiterlesen

Şehba (Nordsyrien): Rettet uns!

Published by ISKU Informationsstelle Kurdistan e.V. on 4. Juli 2016

„Tut was ihr könnt, aber macht es jetzt. Rettet uns.“ Nordsyrien – Erneut kommt es zu Massakern des Islamischen Staates (IS) in Şehba. Im Juli 2013 kam es schon einmal in Şehba, der Region zwischen Minbic und Afrin, zu Massakern. 2013 waren die Gebiete Tel Aran und Tel Hasıl betroffen.

Seit etwa 15 Tagen kommt es nun erneut zu Massakern in Şehba; „Şehba (Nordsyrien): Rettet uns!“ weiterlesen

Die Offensive zur Befreiung vonMinbic

Published by ISKU Informationsstelle Kurdistan e.V. on 1. Juli 2016

Die Offensive zur Befreiung von Minbic begann am 1. Juni vom Kanton Kobanê aus. Geleitet wird sie vom Militärrat, der vor Beginn der Offensive gegründet wurde. Er besteht aus einer Reihe bewaffneter Gruppen. In drei Routen stießen die Einheiten Richtung Minbic vor. Am 3. Tag wurde einer ihrer wichtigsten Kommandanten in Höhe des Dorfes Xefiet Ebu Qelqel bei einem Beschuss durch den Splitter eines Mörsers schwer verletzt und verlor sein Leben. Ebu Leyla, Mitglied des Militärrates und Kommandant der Brigade Şems El-Şemal, stammt selbst aus Minbic. „Die Offensive zur Befreiung vonMinbic“ weiterlesen

Murat Karayilan zum Widerstand in Nordkurdistan

Published by ISKU Informationsstelle Kurdistan e.V. on 22. Juni 2016

Murat Karayılan, Oberkommandeur der Volksverteidigungskräfte Hêzên Parastina Gel (HPG ), hat sich in einem Gespräch mit dem Fernsehsender Stêrk TV zu den Entwicklungen und zum Widerstand der letzten 10 Monate in Bakur/Nordkurdistan geäußert. Wir geben es hier gekürzt wieder. „Murat Karayilan zum Widerstand in Nordkurdistan“ weiterlesen

Türkisch-Kurdistan: Wie ist der bewaffnete Widerstand in den Städten ausgegangen?

(Eine Übersicht von Ingo, 26.6.16) In unserem Infoblatt zur Kurdischen Revolution stand der bewaffnete Widerstand in den Städten von Türkisch-Kurdistan bis April im Mittelpunkt: als Selbstverteidigung der selbstverwalteten Städte bzw. Stadtviertel. Dieser Kampf ging zu Ende am 25. Mai mit dem Rückzug der YPS (die “Zivilen Verteidigungskräfte”) aus den letzten kämpfenden Städten Nusaybin und Şırnak (vergl. Erklärung der YPS im Infoblatt Nr. 13 und den Kommentar dazu auf “ak-zur-kurdischen-revolution.de”).

Und seither? Kehren die Bewohner in ihre bombardierten Häuser zurück? „Türkisch-Kurdistan: Wie ist der bewaffnete Widerstand in den Städten ausgegangen?“ weiterlesen

Für die Flüchtlingsfrage sind wir die Alternative

YÖP 22.6.16, Reha Sari aus Strasbourg
Interview mit Ilham Ehmed, Ko-Präsidentin des Demokratischen Rate der Föderation von Nordsyrien, die auf Einladung der Vereinigten Linken vor dem Europarat in Strasbourg sprach. Auszüge:

“Die in unsere Regionen Eingewanderten sind überwiegend Araber. Für diese Zivilpersonen haben wir 56 Lager eingerichtet. Aber da alle Grenzen um die Nordsyrische Föderation hermetisch abgeschlossen sind, stellt uns die Versorgung von 500 000 Eingewanderten vor grosse Probleme… Trotzdem sind unsere Grenzen für alle, die aus anderen Gegenden Syriens bei uns Zuflucht suchen, offen. Bisher ist noch keine nennenswerte Hilfe von außen bei uns angekommen. In den Verhandlungen wird uns immer gesagt, man muss Rücksicht auf die Nachbarländer nehmen. Aber die Türkei und (die autonome Regierung von) Süd-Kurdistan haben sich abgesprochen, die Grenzen abzuriegeln. Wir haben für die Flüchtlingslager Kommissionen gebildet, zum Beispiel für die Wirtschaft, für die Verteilung, für die Geundheit. Aber jedesmal stossen wir auf Hindernisse seitens der Türkei. Für den IS hält die Türkei die Grenze zu Syrien offen, aber für uns ist sie zu. Wir sind überzeugt, dass die Grenztore aufgemacht werden, wenn sowohl auf Barzani als auch auf die Türkei entsprechender Druck ausgeübt wird.”