Die Befreiungsoffensive auf Raqqa

Published by on 9. November 2016

Kämpferinnen bei der Operation zur Befreiung Raqqas Kämpferinnen bei der Operation zur Befreiung Raqqas | Foto: Civaka Azad
Von Anja Flach, Ethnologin, 08.11.2016
Während die Befreiung um Mossul durch die irakische Armee und Peschmerga noch andauert, gerät Daesh nun auch in Syrien unter Druck.
Am 6. November gaben die SDF (Demokratische Kräfte Syriens) in einer Presseerklärung bekannt, dass sie eine Operation mit dem Namen „Zorn des Euphrat“ gegen Daesh (auch IS) mit dem Ziel Raqqa zu befreien durchführen werden. Beteiligt seien die YPG, YPJ, der MFS (Suryoye Militärrat), das Raqqa Revolutions-Bataillon und die revolutionäre Brigade von Tel Abyad. Diese Bodenkräfte werden durch die US-geführte Koalition mit Luftschlägen, sowie der Beratung von US-Militärexperten unterstützt. Die SDF wurden ebenfalls mit schweren Waffen, wie Panzern und Raketen ausgestattet. Am selben Tag begann daraufhin die Militäroperation. „Die Befreiungsoffensive auf Raqqa“ weiterlesen

Die Stadt Rakka erwartet ihre Befreiung

 

Von Mahir Yılmazkaya, ANF, 10.11.2016

Die nordsyrische Stadt Rakka am Euphrat liegt 160 km östlich von Aleppo. Sie zählte 190 000 im Jahr 2008; seither sind viele Einwohner geflohen und viele neu eingewandert. Von 2011 bis 2014 war die Stadt in der Hand von (islamistischen) Organisationen der “Nationalen Koalition Syriens”; dann wurde sie vom IS (Islamischen Staat) besetzt.

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Syrien: Rakka – die finale Szene

Von Amed Dicle, ANF, 3.11.2016

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Der wichtigste städtische Stützpunkt des IS (Daesh) in Syrien ist Rakka. Die politischen, diplomatischen und militärischen Vorbereitungen zum Angriff auf die Stadt laufen von Rojava aus. Vor allem die US-Regierung macht Druck: in ein paar Tagen sind die Präsidentschaftswahlen. „Syrien: Rakka – die finale Szene“ weiterlesen

Kobane-Tag in Afghanistan !

Zum 1. November, dem internationalen Kobane – Tag: Vorbild für die afghanischen Frauen!

Von China bis Brasilien über Kanada, Russland und die USA sind am 1. November, dem Welt-Kobane-Tag, Millionen von Menschen auf die Strasse gegangen. Aber am interessantesten waren zweifellos die Demonstrationen und Presse-Erklärungen der Frauen in Afghanistan in Solidarität mit dem Widerstand der Kobane-Frauen. In sieben Provinzen des Landes wurden gleichzeitig Demonstrationen gegen den Islamischen Staat organisiert von der “Solidaritätspartei Afghanistans” (SPA). Tausende von Leuten nahmen an den Kundgebungen und Demonstrationen in Herat, Farah, Nangahar, Balkh, Takhar, Nimruz und Bamyan teil. In Solidarität mit den Frauen von Kobane und dem ganzen kurdischen Volk wurden Transparente gezeigt mit Frauen der YPJ und den Fahnen der YPG. Ein Zeichen dafür, dass sich im Volk ein neues Erwachen, ein neues Bewußtsein regt! (YÖP 1.11.2016)

Ayla Akat Ato, die Sprecherin der kurdischen Frauenorganisation KJA, wurde zusammen mit den beiden Ko-BürgermeisterInnen von Amed (Diyarbakir) vor wenigen Tagen verhaftet. Vom Frauenkomitee der Solidaritäts-Partei Afghanistans wurde am 3.11.16 eine Solidaritätsadresse geschickt: „An die KJA-Frauen, die sich nicht beugen. Die Frauen von Kurdistan und der Türkei stehen in jedem Kampf in der ersten Reihe. Das erinnert an einen Ausspruch unserer RAWA-Gründerin Meena: ‚Frauen sind wie schlafende Löwinnen. Wenn sie einmal aufwachen, kann keine Kraft sie aufhalten!'“ (RAWA = Revolutionary Afghan Women Association)

 
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Der Wiederaufbau von Kobane

Zwischenbilanz und Schwierigkeiten

kobane-wiederaufbauEin Bericht der Selbstverwaltung Kobanês, 01.11.2016

Die Stadt Kobanê musste während den brutalen Angriffen des Islamischen Staates (IS) einen hohen Preis zahlen. Die Besatzungsangriffe des Islamischen Staates auf Kobanê haben den anfänglichen Entwicklungen im sozialen, kulturellen, politischen und städtischen Bereich, die parallel zu den entstandenen revolutionären Bedingungen in Syrien unternommen wurden, einen großen Schlag versetzt. „Der Wiederaufbau von Kobane“ weiterlesen

Wer sind die ‚Haşdi Şabi‘? Schiitische Milizen!

Die ‘Haşdi Şabi’ oder ‘Kräfte der Volks-Mobilisierung’ wurden Mitte 2014 gegründet, als die Provinzen Mossul, Anbar und Tikrit vom IS eingenommen wurden und der schiitische religiöse Führer Ayatollah Sistani die verschiedenen schiitischen Milizen aufrief, sich zu vereinigen. Die ‘Haşdi Şabi’ bestehen aus 67 bewaffneten Gruppen und zählen mehr als 100 000 Milizionäre. Darunter sind aber auch turkmenische und sunnitische Gruppen zu finden. Die bekanntesten Milizkräfte sind: die Bedir-Brigaden, die Asaib Ahl El-Hak, die Friedens-Brigaden (Muktada El-Sadr – Gruppe), die Hisbullah-Brigaden, die Seyid El Schuhada-Brigaden, die Kataib El Imam Ali, die Ali Ekber – Brigaden, die Bewegung Hisbullah El-Nucaba, Feylaq El Kerrar und Seraya Ensal Al Aqid.

Die Haşdi Şabi werden direkt von der Bagdader Regierung unterstützt, organisatorisch, finanziell und mit Waffen. Die größte Unterstützung aber bekommen sie vom Iran. Sie gelten als brutal und werden beschuldigt, zahllose Menschenrechtsverletzungen begangen zu haben. Natürlich weisen sie die Anschuldigungen zurück, und Bagdad spricht von ‘Einzelfällen’.

Die Stadt Tel Afer, ihr Eroberungsziel, würde die Verbindung zwischen dem belagerten Mossul und der syrischen IS-Hauptstadt Raqqa abschneiden. Tel Afer zählte vor der Einnahme durch den IS 250 00 Einwohner, vor allem Turkmenen, Kurden und Araber. Über 50 % waren Schiiten. Die gefangen genommenen Êzidinnen wurden im August 2014 zuerst hierher gebracht.

(YÖP 31.10.2016)

Neue Front westlich von Mossul

 

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Şengal / Nordirak, 29.10.2016:

Der Kommandant der Haşd – Aş Şaabi:
Interveniert die Türkei, bekämpfen wir sie wie den IS

(Seit zwei Wochen läuft die Militäroffensive der Bagdader Regierungstruppen und der Peshmerga gegen die IS-Hochburg Mossul. Die Stadt wird vom Süden, Osten und Norden eingeschlossen; aber im Westen war der Abzug Richtung Tel Afar – Baaj – Rakka (Syrien) bislang offen. Und Erdoğan tobt wie ein Kettenhund, weil seine Truppen an der Befreiung Mossuls nicht teilnehmen dürfen. Anm. d. Ü.)

 

Im Rahmen der Offensive gegen Mossul begannen heute die “Haşd – Aş Şaabi” (arabisch; auf Deutsch: Volkskräfte) den Kampf an der Front Tel Afar – Baaj (westlich von Mossul). „Neue Front westlich von Mossul“ weiterlesen

Der Wettlauf nach Mossul

Von Muzaffer Ayata, YÖP 22.10.2016.

Der IS hatte vor über zwei Jahren Mossul erobert, ohne kämpfen zu müssen. Die irakische Armee dort hatte sich in Luft aufgelöst. Wenn der IS in diesem Tempo und in diesem Schwung auf Bagdat marschiert wäre, statt sich anderen Zielen zuzuwenden, hätte er seine Herrschaft auf den ganzen Irak ausdehnen können. Und genauso hätte der IS in Syrien, wenn er seine Streitkräfte auf das Regime konzentriert hätte, die Herrschaft an sich reißen können. Niemand konnte ihn aufhalten, keine Streitmacht. „Der Wettlauf nach Mossul“ weiterlesen

Erster Kontrollposten der Êzidi-Frauen in Şengal

Published by ISKU Informationsstelle Kurdistan e.V. on 19. Oktober 2016

Zum ersten Mal gibt es einen Kontrollpunkt der Selbstverteidigungseinheiten der êzîdischen Frauen von Şengal (YJŞ). Der Kontrollpunkt befindet sich an der Straße zwischen Xane Sore und Şengal, am Eingang zum Şengal-Gebirge. Der Kontrollpunkt ist nicht nur für die Frauen des Şengal neu. Arin Şengali, Mitglied der YJŞ, die zur Einheit des Kontrollpunktes gehört berichtet, dass es auch für die Gesellschaft der Êzîden es etwas ganz neues ist, von Frauen beschützt zu werden.

YÖP, 19.10.2016, ISKU

Türkische Luftwaffe bombardiert Rojava

Erklärung der Generalkoordination der demokratisch-selbstverwalteten Kantone Cizîrê, Kobanê und Afrin, 19.10.2016

Seit gestern wurden in der Al-Shahba Region nördlich von Aleppo die Dörfer Um Al Housh, Um Al Qura und Hasiya dem Bombenhagel der türkischen Luftwaffe ausgesetzt. Diese Dörfer wurden erst vor Kurzem von den revolutionären Kräften der SDF (Demokratische Kräfte Syriens) befreit. Die Luftangriffe ereigneten sich nur wenige Stunden, nachdem die genannten Dörfer sowie zwei weitere und der Al Shahba Staudamm vom IS befreit worden waren. „Türkische Luftwaffe bombardiert Rojava“ weiterlesen