Der Kanton Afrin: Trotz Blockade eine Insel des Friedens

Bericht von Özgür Serhat aus Afrin (Nordsyrien) / YÖP 2.12.2016

Der Kanton Afrin hat es vor allem dem Widerstand der Frauen zu verdanken, dass er seit Jahren der Blockade und den Beschießungen von außen die Stirn bietet. Denn die Frauen geben nicht auf, sondern engagieren sich im Gegenteil beim Aufbau eines demokratischen Syrien.

Der seit 5 Jahren andauernde Krieg in Syrien hatte vielleicht auf Rojava noch die geringsten Auswirkungen. Die Städte Hama, Homs, Deir Ez-Zor und Rakka sind heute nicht wieder zu erkennen. Wenn man von Damaskus nach Afrin fährt, trifft man kilometerweit auf keinen Menschen und auf kein unbechädigtes Haus. Aber sobald man die Grenzen von Afrin überschreitet, glaubt man sich in einem Paradies. „Der Kanton Afrin: Trotz Blockade eine Insel des Friedens“ weiterlesen

UNO – garantierte Autonomie für die Êzidî in Şengal !

Von Xıdır Ali Şengalî, aus ‘Yeni Özgür Politika’ vom 29.11.2016.

Für Şengal muss sofort die Autonomie mit Selbstverwaltung und  Selbstverteidigung anerkannt werden. Den Êzidi öffnet sich jetzt eine historisch einmalige Gelegenheit. „UNO – garantierte Autonomie für die Êzidî in Şengal !“ weiterlesen

Nordsyrien: In Minbic wird Erdogan die Hölle erleben!

 Aus Minbic / ANF von Mahir Yılmazkaya, 27.11.2016.

In den letzten Tagen griff die türkische Armee zusammen mit ihren verbündeten Islamisten von der “Nationalen Koalition Syriens” (NKS) nicht nur den IS vor Al Bab an, sondern auch die Region Minbic, insbesondere Dörfer auf der Strecke nach Al Bab, die erst vor wenigen Tagen vom IS befreit worden sind. Mistefa Minbic, Mitglied des “Militärrats von Minbic”, ist sich sicher: Auch wenn alle anderen Mächte stillhalten – die türkische Armee und die mit ihr verbündeten islamistischen Banden von der NKS werden hier die Hölle erleben! „Nordsyrien: In Minbic wird Erdogan die Hölle erleben!“ weiterlesen

Raqqa, die Angriffe der Türkei und das Schweigen der Koalition und Russlands

Seyit Evran, Firatnews, 24.11.2016

Nach langen Verhandlungen wurde die von den USA angekündigte Offensive gegen Raqqa gemeinsam mit den Demokratischen Kräften Syriens (SDF) – die Volksverteidigungseinheiten (YPG) sind ebenfalls ein Teil davon – eingeleitet. Auch haben sich die von der Türkei ständig thematisierten YPG-/YPJ-Kräfte aus Manbij zurückgezogen. Daraufhin hat eine neue gefährliche Phase begonnen.

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Frauen-Revolution in Rojava: Schon 1.000 Frauen-Kommunen!

ANF aus Qamışlo (Nordsyrien), Berîtan Sarya:

 Die Revolution von Rojava begann im Jahre 2012. Von Beginn an machten die Frauen ganz aktiv mit. Gegen die heftigen Angriffe entwickelte man erfolgreich den Selbstverteidigungskrieg. Die gesellschaftliche Revolution und die Revolution der Frauen schufen sich von Tag zu Tag festere Grundlagen. Dass die Frauen sich strukturierten und organisierten, war am Anfang nur in den Kreisen der Revolutionärinnen und der leitenden Frauen zu finden; aber heute findet man dieses Phänomen in allen Kantonen auf der Ebene der Kommunen. „Frauen-Revolution in Rojava: Schon 1.000 Frauen-Kommunen!“ weiterlesen

Manbij, Al Bab und Raqqa, wie weiter?

rojda-felatAnja Flach, Ethnologin, 18.11.2016

Am 17.11. erklärten die YPG/J offiziell, dass sie sich aus Manbij zurückgezogen haben. Die Stadt war im August 2016 durch die SDF unter großen Opfern vom Islamischen Staat befreit worden. Mit dem Rückzug erfüllen die YPG/J die Forderung der Türkei, sich östlich des Euphrat zurückzuziehen. Er war nötig, um die Situation zu deeskalieren und auch Behauptungen entgegenzutreten, die kurdischen YPG/J besetzten arabische Städte.  Die Kräfte wurden Richtung Ayn Issa zurückgezogen, wo sie die Raqqa Front verstärken.1 Der Sprecher der US-Streitkräfte, John Dorrian, bestätigte den Abzug der YPG und YPJ.2 Adnan Abu Amjad, Sprecher des Militärrates von Manbij dankte den YPJ- und YPG-Einheiten. Man habe nun genügend eigene Kräfte an der Militärakademie Abu Leyla ausgebildet, um die Stadt zu verteidigen. Manbij wird jetzt von einem multiethnischen Rat als Teil der Shahba-Region innerhalb des de facto autonomen Gebietes Nord-Syrien verwaltet.

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Die arabische Jugend schließt sich der Revolution an

Hol (Nordsyrien) / ANF – Mehmet Nuri Ekinci, 15.11.2016

Die “kurdische Revolution” in Nordsyrien ist längst über das kurdische Siedlungsgebiet “Rojava” hinausgewachsen. Mit Hesekhe, Tel Abyad, Hol, Minbic wurden Städte und Gegenden vom IS befreit, wo die Kurden höchstens eine Minderheitsbevölkerung darstellen. Noch mehr gilt das für Rakka. Was wir zur Zeit erleben, ist keine “Ausdehnung des kurdischen Einflussbereichs”, sondern die Ausdehnung der Revolution. Ausdehnung in dem Maße, wie die revolutionären Ideen von der (arabischen) Bevölkerung aufgegriffen werden, wie tiefgreifende Veränderungen ihrem Bewußtsein vor sich gehen. (Die Redaktion) „Die arabische Jugend schließt sich der Revolution an“ weiterlesen

Rakka: Rückkehr in die befreiten Dörfer

 Rakka (Nordsyrien) ANF – Mahir Yılmazkaya, 15.11.2016

Der Vormarsch der Befreiungstruppen in Richtung der ‘IS-Hochburg Rakka kommt voran. Und parallel zum militärischen Vormarsch kehrt die Bevölkerung  die vor den Kämpfen geflohen war, in die vom IS gesäuberten Dörfer zurück. Auf überladenen Kleinlastern, Treckern und Motorrädern, in Feststimmung. Sie erzählen wie sie früher von den islamistischen Banditen Dutzende Male ausgeplündert worden waren: “Zur Situation in der Hölle gab es keinen Unterschied zu unseren Lebensbedingungen vorher!”

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Die Êzidî-Frauen werden jetzt gerächt!

ANF aus Şengal (Nordirak), 12.11.2016

Heute begann am Südrand von Şengal die militärische Offensive “Rache für die Êzidî-Frauen” der neu aufgestellten und ausgebildeten Êzidî-Einheiten. Die “Fraueneinheiten von Şengal” YJŞ (Yekineyên Jinên Şengalê) gaben dazu folgende Erklärung:

“Mehr als zwei Jahre sind nun vergangen seit dem brutalen Völkermord-Ferman (Beschluß) des Islamischen Staates. Was wir aufgrund dieses Fermans erleben mussten, gehört zu den schwersten und grausamsten Massenmorden überhaupt in dieser Epoche. „Die Êzidî-Frauen werden jetzt gerächt!“ weiterlesen

Dieses Mal der Zorn von Raqqa!

Fehim Taştekin, für gazete duvaR., 07.11.2016

Er hat befohlen, soweit er befehlen konnte: „Die YPG darf die westliche Grenze zum Euphrat nicht  überqueren!“

Sie haben  die Grenze überquert. Sie haben die Shehba Region, die als unantastbar galt,  nicht nur östlich, sondern auch westlich betreten.

Dann hat er erneut befohlen:  „Hashd al-Shaabi1 darf Mosul nicht betreten!“ Sie haben Mosul betreten. Sie haben ihn noch nicht mal beachtet. „Dieses Mal der Zorn von Raqqa!“ weiterlesen