Deir Ez-Zor nach Vertreibung des IS: Die Flüchtlinge weigern sich, ins Assad – Gebiet zurückzukehren

ANHA, von Dılyar Cezîrî und Ihsan Ehmed aus Hesekê, 6.12.17.

Die Flüchtlinge, welche vor den Grausamkeiten des IS sich in die Gebiete der DKS (Demokratischen Kräfte Syriens) gerettet haben, beginnen nun, in ihre Häuser zurückzukehren. Am 3. Dezember begann die kontrollierte Heimkehr in die von den DKS befreiten Gebiete. Aber was die vom syrischen Regime kontrollierten Siedlungsgebiete angeht, so weigern sich die von dort Vertriebenen, zurückzukehren, weil dort ihre Sicherheit nicht gewährleistet ist. „Deir Ez-Zor nach Vertreibung des IS: Die Flüchtlinge weigern sich, ins Assad – Gebiet zurückzukehren“ weiterlesen

Interview mit YPG-Sprecher

YPG-Sprecher: Die Türkei will Talal Silo gegen Zarrab einsetzen

ANF sprach mit YPG-Sprecher Nuri Mahmud über die gemeinsame Presseerklärung mit Russland, die Prioritäten der Zeit nach dem IS, den Invasionsversuch gegen Efrîn, die Beziehungen zu den USA und die Hintergrundgeschichte des Vorfalls mit Talal Silo.

  • ANF – MUSTAFA MAMAY

  • QAMIŞLO

  • Donnerstag, 7 Dez 2017, 19:00

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Nordsyrien: Den Sozialismus mit US-Hilfe aufbauen?

Civaka Azad, 30.11.2017
riza

Riza Altun, Mitglied des KCK-Exekutivrats, spricht darüber, wie es möglich ist, gleichzeitig mit den USA zusammenzuarbeiten und dabei die Ideale des Sozialismus zu vertreten.
Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Firat (ANF) bewertet das Mitglied des KCK-Exekutivrates Rıza Altun aktuelle Fragen zur Bündnispolitik der kurdischen Freiheitsbewegung und ihrem Sozialismusverständnis. Im Folgenden geben wir eine gekürzte Fassung des Interviews wieder:

Mit dem Widerstand von Kobanê sind die PKK und die Kräfte von Rojava in Beziehung mit der internationalen Koalition der USA getreten. Es gibt Kreise, die dies nicht mit der sozialistischen und anti-imperialistischen Identität der PKK und Rojava-Kräfte in Einklang bringen können. Ist dies eine vorübergehende Situation aufgrund der politischen, militärischem Umzingelung und Isolation der Kurden, oder gibt es darauf auch eine ideologische, politische und soziologische Antwort? „Nordsyrien: Den Sozialismus mit US-Hilfe aufbauen?“ weiterlesen

Wie die YPJ die Zukunft Syriens sieht

YPG Press Office 22.11.2017.

Erklärung von Nesrîn Ebdullah, Presse-Sprecherin der YPJ (Frauen – Verteidigungseinheiten) nach dem Sieg über den IS – ins „Unreine“ direkt ins Mikrofon gesprochen.

Erst seit einigen Jahren ist die Revolution des Volkes in Nordsyrien auf den Plan getreten. In diesen Jahren hat das Volk so viel leiden müssen. Die Leute sind getötet, vertrieben, ins Elend gestürzt worden. Wenn man nur an die Lage der Kinder denkt, ist offensichtlich, welche Tragödie das syrische Volk erleiden muss. Hunderttausende Kinder sind jetzt Waisen und haben keine Schule. „Wie die YPJ die Zukunft Syriens sieht“ weiterlesen

Rojava: Gewalt gegen Frauen

ANHA Qamışlo, 24.12.2017.

Zum „Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen“, den 25. November, hat der Rat für Zivile Justiz der Region Cizre (NO-Syrien) einen mutigen Schritt getan: Er hat die Zahl der Gewalttaten gegen Frauen 2017 in Cizre bilanziert, einer Region, die seit mehr als 5 Jahren befreit ist:

7 Morde an Fruen

3 Vergewaltigungen

160 Gewalttätige Übergriffe

30 Mehrfrrauen-Ehen

13 Verheiratungen von Mädchen

Qamislo Gewalt gegen Frauen

Foto: Etiya Yusif vom Zivilen Justiz-Rat der Region Cizre liest die Bilanz der Gewalt gegen Frauen vor (auf Arabisch).

150 Überläufer vom türkischen „Euphrat-Schutzschild“

ANHA Minbic, 19.11.2917.

(Vor einem Jahr hatte die Türkei mit unter den syrischen Flüchtlingen rekrutierten Söldnertruppen die militiärische Offensive „Euphrat-Schild“ gegen den IS in Şehba gestartet und das Gebiet von Cerablus bis El Bab besetzt. Immer wieder wird von Plünderungen und Vertreibungen dieser Söldner berichtet sowie von Kämpfen untereinander um „Kriegsbeute“ – und von Defektionen, von Überläufern zu den DKS, den Demokratischen Kräften Syriens. Hier die jüngste Meldung:) „150 Überläufer vom türkischen „Euphrat-Schutzschild““ weiterlesen

Erste Erziehungskonferenz der Frauen in Nordsyrien

ANHA 18.11.2017.

In der Rojava-Universität von Qamışlo fand die erste Konferenz der Frauen zum Erziehungswesen statt mit 220 Delegierten aus allen befreiten Gebieten Nordsyriens.

Die wichtigsten Beschlüsse:

* Um die freie Persönlichkeit zu entwickeln, gilt es, die Gesellschaft vor allem mit Apo‘s Methode auszubilden.

* Damit die Räte überall geschult werden, muss in den Räten selbst jeweils eine Bildungs-Koordination geschaffen werden. „Erste Erziehungskonferenz der Frauen in Nordsyrien“ weiterlesen

Frauen – Kooperative in Qamışlo

von Mûrada Kenda / ANHA 17.11.2017.

4 Frauen, aber 1 Willen… Im Stadtviertel Hileliye von Qamışlo taten sich 4 Frauen zusammen und gründeten eine Kooperative, die Mahlzeiten zubereitet. Der gaben sie den Namen „Yekbun“ (=Einheit), Symbol für die gemeinsame Arbeit in der Kooperative. Sie bereiten jeden Tag 100 Mahlzeiten für Lohnabhängige. Arbeitsbeginn ist 7 Uhr morgens. Aber die Frauen kochen nicht nur, sondern sehen es auch als ihre Aufgabe, gegen jegliche Form von Gewalt und Ungerechtigkeit anzugehen. Qamışlo Frauenkooperative „Frauen – Kooperative in Qamışlo“ weiterlesen

Im Êzidî – Dorf Koço hat der IS sämtliche Bewohner ausgelöscht

Mezopotamya Ajansi 12.11.2017.

Şengal. – Ein Journalist dieser Nachrichten-Agentur besucht das Dorf Koço in Şengal. Auf Schritt und Tritt stößt er auf Spuren des „73. Ferman“, des Massakers. Alles ist totenstill; hier lebt kein Mensch mehr. Das Dorf ist dem Erdboden gleichgemacht. Was übrig bleibt, sind 11 Massengräber. Nur in der Schule, in der die Bewohner zuerst zusammengetrieben worden waren, hängen die Bilder aller Ermordeten.

Am 3. August erlebte Şengal ein unvergleichbares Massaker, das in die Geschichte der Êzidî als „der 73. Ferman“ eingneht. Und am Schlimmsten von allen erging es dem Dorf Koço. Sämtliche Einwohner des Dorfes, vom Säugling bis zum Greis, wurden zuerst gefangen genommen und dann gruppenweise abgeführt und ermordet. Als Journalist, der sich selbst vor dem IS gerettet hatte, besuche ich das Dorf, in dem keine Menschenseele mehr wohnt, auf den Spuren des Massakers. „Im Êzidî – Dorf Koço hat der IS sämtliche Bewohner ausgelöscht“ weiterlesen

Nicht nur Êzidî: Der Rat von Şengal wird erweitert

YÖP vom 14.11.2017.

Der „Demokratisch Autonome Rat von Şengal“, einer Region im Nordirak, die im August 2014 den 73. „Ferman“ (Massenmord an den Êzidî) erlebte, ist am 20. August 2017 ausgerufen worden (vergl. „Info zur Kurdischen Revolution“ Nr. 67 vom 28.8.2017) und ist seither unermüdlich aktiv. Ko-Vorsitzender Hecî Hesen Piso setzt sich einerseits für gute Beziehungen aller Bewohner in der Region ein und stellte andererseits das Projekt der Demokratischen Autonomie Vertretern der Baghdader Regierung, der benachbarten Staaten sowie von Europa und den USA vor. Piso berichtet, dass nicht nur die Êzidî, sondern auch die schiitischen Turkmenen und die arabischen Stämme in Tel Afer und der Region positiv darauf reagierten. „Nicht nur Êzidî: Der Rat von Şengal wird erweitert“ weiterlesen