Weitere 80 Mitglieder türkeitreuer Milizen zu den DKS übergelaufen

80 Mitglieder der türkischen Operation Schutzschild Euphrat sind gemeinsam mit ihren Familien in das von den Demokratischen Kräften Syriens (DKS) kontrollierte Gebiet geflüchtet.

Täglich laufen mittlerweile dutzende Mitglieder der türkeitreuen Milizen zu den QSD über bzw. fliehen in das von den QSD geschützte Gebiet. Ehemalige Mitglieder der Operation Schutzschild Euphrat erklärten, dass sie der Operation beigetreten seien, um gegen den IS zu kämpfen. Die Türkei habe viele Versprechungen gemacht, aber sie seien belogen worden. Das einzige Ziel der Türkei sei, mit ihrer Hilfe die Region zu besetzen.

Die Geflüchteten erklärten, dass sie nun die Wahrheit über den türkischen Staat kennen und sich daher getrennt haben. Zuvor hatten sich schon 250 Personen von den Milizen getrennt und sich den QSD angeschlossen.

Türkeitreue Milizen plündern in besetztem Gebiet

Die zur türkischen Besatzungsoperation „Euphrates Shield“ gehörigen Milizen plündern den Besitz von Menschen, die aus anderen Regionen nach Minbic geflohen sind. Damit sollen die Widersprüche zwischen den in der Region lebenden Völkern zugespitzt werden.

In den letzten 20 Tagen sind etwa 250 Personen, die sich aus materieller Not gezwungen sahen, sich der „Euphrates Shield“-Operation anzuschließen, zu den Demokratischen Kräften Syriens (QSD) übergelaufen. Auch Kindersoldaten sind aus den Reihen der „Euphrates Shield“-Milizen geflüchtet, darunter der 14-jährige Elî Hisên El-Ferhan sowie die Jugendlichen Ebid Ezba Siûd El-Hisên, Hisên Ebid El-Ferhan, Ehmed Hisên El-Ferhan, die aus einer Brigade namens El-Şerqiyê Schild geflohen waren.

Die Personen, die vor den Milizen in das vom Militärrat Minbic (QSD) kontrollierte Gebiet geflüchtet sind, haben sich größtenteils den QSD angeschlossen. Einer von ihnen ist Ebid Ezba Siûd El-Hisên. Er erklärte, dass die Mitglieder der Milizen häufig keine Lohnzahlungen erhielten und dazu angehalten würden, den Besitz der Bevölkerung zu plündern. Ziel der Plünderungen seien vor allem Orte, aus denen die Bevölkerung geflohen sei. El Hîsen erklärte weiter, dass immer wieder Angriffe von Milizen auf Flüchtlinge erfolgten und die Türkei darum bemüht sei, die Kurd*innen und die QSD schlecht darzustellen.

Gebiete der DKS sind die sichersten Regionen in Syrien

Der Syrische Demokratische Rat (MSD) setzt seine offenen Treffen mit der Bevölkerung von Tebqa und Ayn Isa fort. Das Mitglied des politischen Rats des MSD, Hesen Mihemed Eli, nahm an einem Treffen mit Vertreter*innen der Selbstverwaltung des Mansura Distrikts von Tebqa gemeinsam mit den Ko-Vorsitzenden des Rats von Mansura und Mitgliedern zivilgesellschaftlicher Organisationen teil.

Bezüglich der Entwicklungen in Nordsyrien sagte Mihemed Eli: „Die von den QSD befreiten Gebiete sind die sichersten Regionen in Syrien; es handelt sich um 27 Prozent Syriens. Die Politik der zivilen Selbstverwaltung in Nordsyrien hat die Sicherheit in der Region gewährleistet.“ Unter der Führung der Vereinten Nationen sei der MSD bereit für Gespräche.

Foza Yusif: Wahlen stellen ein wichtiges Zeichen dar

Wie die Ko-Vorsitzende des Exekutivrats der Demokratischen Föderation Nordsyrien Foza Yusif erklärt, stellt der erfolgreiche Ablauf der Wahlen eine deutliche Botschaft an befreundete und feindliche Kräfte dar.

Foza Yusif betonte in Hinsicht auf die Wahlen in der Föderation Nordsyrien vom 1. Dezember, dass die Völker Nordsyriens die Föderation damit bestätigt hätten. Es sei gezeigt worden, dass die Lösung bei ihnen selbst liege.

Es wurden über 800.000 Stimmzettel verteilt. Wie verhält sich die Wahlbeteiligung in Relation zur Bevölkerungszahl und was sagt diese Beteiligung Ihrer Meinung nach aus? „Foza Yusif: Wahlen stellen ein wichtiges Zeichen dar“ weiterlesen

Star Fm: Neuer Frauen-Radiosender für Rojava

Unter dem Motto „Star: Die Stimme der Frau und des Lebens“ rief die Union der Freien Frauen Nordsyrien-Rojava in Tirbespiyê den Radiosender Star Fm ins Leben.

An der Eröffnungszeremonie nahmen neben den Bewohner*innen von Tirbespiyê auch mehrere Journalist*innen teil.

Die Zeremonie begann mit einer Schweigeminute zum Gedenken an die Gefallenen. Im Anschluss gratulierte die Ko-Vorsitzende der Union der Freien Presse, Şehnaz Osman, zur Gründung des Radiosenders. Samiya Hemid von der Radioleitung sagte, die Mission des Senders sei, die Stimme der Frauen von Nordsyrien und Rojava zu sein.

Der Sender Radio Star Fm berichtet täglich in der Zeit von 7:00 Uhr und 19:00 Uhr über frauenrelevante Themen auf der Radiofrequenz 105.

Schwangere Frau in Hesekê ermordet

Am 13. Dezember wurde Meryem Mihemed Eli (25), Mutter zweier Kinder, vom Bruder ihres Ehemanns Semir gefoltert und ermordet. Der mutmaßliche Täter wurde von den Sicherheitskräften Asayîş festgenommen.

Am 13. Dezember wurde Meryem Mihemed Eli (25), Mutter zweier Kinder, vom Bruder ihres Ehemanns Semir gefoltert und ermordet. Der mutmaßliche Täter wurde von den Sicherheitskräften Asayîş festgenommen.

Im Rahmen der Ermittlungen kam ans Licht, dass Meryem Mihemed Eli drei Tage vor ihrem Tod Anzeige gegen ihren Ehemann, den Bruder des Ehemanns und den Vater des Ehemanns wegen Misshandlung und Vergewaltigung erstattet hatte.

Nach dem Ereignis kam es in Hesekê zu einer von der Frauenbewegung Kongreya-Star organisierten Demonstration gegen Frauenmorde. Es wurden Parolen für die Bestrafung der Täter und gegen Frauenmorde gerufen.

Kooperative Şîlan: Unser Ziel ist nicht die Gewinnmaximierung

Die Kooperative Şîlan stellt seit einem Jahr im Stadtteil Hileliye in Qamişlo Kleidung her. Wie die Mitarbeiterin Suat Silêman erklärt, sei der Zweck der Kooperative nicht der finanzielle Gewinn, sondern der Dienst an der Gemeinschaft.

In der Bekleidungskooperative arbeiten 65 Personen. Sie ist nur eine von vielen Kooperativen, die in Rojava / Nordsyrien inzwischen betrieben werden. Über diese Kooperativen organisiert die Bevölkerung den eigenen ökonomischen Bedarf unter Vermeidung von Ausbeutung.

Als die Kooperative vor einem Jahr gegründet wurde, zahlten alle 65 Mitglieder 10.000 syrische Lira (40€) als Startbetrag. Die Mitglieder der Kooperative sind so in der Lage, die Bevölkerung mit günstiger Kleidung zu versorgen. Gleichzeitig versuchen sie Ausbeutung zu verhindern, indem sie eine ungerechte Gewinnverteilung verhindern.

Es finden alle zwei Monate Mitgliederversammlungen statt, auf denen die Arbeit und die generelle Situation bewertet werden.

Kooperative Şîlan Qamışlo

Eine der Mitarbeiterinnen ist Suat Silêman. Die 43-jährige Mutter von sieben Kindern erklärt, dass sie anfangs nicht Mitglied der Kooperative werden wollte, weil ihr die Verantwortung zu groß erschien. Letztendlich habe sie sich doch dafür entschieden: „Ich halte die Kooperative von 8:00 Uhr morgens bis 18:00 Uhr abends offen. Die Kooperative ist gleich bei mir in der Nähe, deswegen ist es nicht wirklich schwer. Ich kann mir sowohl Zeit für meine Kinder zu Hause nehmen, als auch für die Kooperative. Inzwischen habe ich mich sowieso sehr an diese Arbeit gewöhnt und hänge an ihr.“

Suat erklärt, dass die von der Kooperative verkauften Kleidungsstücke im Durchschnitt preiswerter als auf dem Markt seien. „Um der Bevölkerung unsere Dienste anzubieten, ziehen wir ständig von Laden zu Laden, um qualitativ hochwertige, günstige Materialien zu bekommen. Unser Ziel ist, die Ausbeutung der Bevölkerung und die Verteuerung auf den Märkten zu verhindern. Teilweise haben wir das auch schon erreicht.“

Suat berichtet weiter, dass die Kooperative gut von der Bevölkerung angenommen werde. Andere Viertel würden sich ein Beispiel daran nehmen und wollten ebenfalls Kooperativen aufbauen.

Erste Brotfabrik von Frauen in Qamışlo

ANHA vom 7.12.2017

In Qamışlo (Nordost-Syrien) wurde ein Brot-Backbetrieb eröffnet, in dem nur Frauen arbeiten – ein weiterer Schritt zu einer Frauen-Wirtschaft. Im Stadtteil Xerbi haben 5 Frauen, Araberinnen und Kurdinnen im Alter von 20 bis 50 Jahren, sich zusammengetan und eine kleine Brotfabrik eröffnet. Die Arbeitszeit ist täglich von 6 bis 13 Uhr. „Erste Brotfabrik von Frauen in Qamışlo“ weiterlesen

Kooperativen bringen die Wirtschaft in Nordsyrien voran

ANF Qamışlo, 9.12.2017

Abdullah Öcalan hat in seinen Büchern und seinen Erklärungen großen Wert auf die Organisierung der gesellschaftlichen Ökonomie in Kooperativen gelegt. Dies setzen die Menschen Nordsyriens nun um und bilden Kooperativen, Ökonomie- und Kooperativkomitees.

In der Demokratischen Föderation Nordsyrien (DFNS) wurden schon 142 Kooperativen gegründet, um die Wirtschaft der Region zu entwickeln. In der Region Cizîrê wurden 87 Kooperativen, 21 in der Region Efrîn und 34 in der Region Firat aufgebaut. „Kooperativen bringen die Wirtschaft in Nordsyrien voran“ weiterlesen