Kirkuk: Um was es geht

ANHA, 20.10.2017

Die irakische Armee hat zusammen mit den Hashdi Shaabi in einer am 16. Oktober begonnenen Operation sämtliche Gebiete wieder eingenommen, die nach § 140 der irakischen Verfassung umstritten sind (zwischen der Zentralregierung und der Autonomen Region Kurdistan). Das ist die Konsequenz aus der Krise zwischen der Zentralregierung und der Autonomen Region Kurdistan, die sich seit dem Unabhängigkeits-Referendum vom 25. September zuspitzte. „Kirkuk: Um was es geht“ weiterlesen

Dier PKK-Gerilla in Kirkuk

YÖP 20.10.2017, von Dılar Dirik.

(…) Kirkuk mit seiner Umgebung kennt eine sehr reiche Geschichte und ist heutzutage vor allem als vielsprachig, multi-konfessionell und reich an Identitaten bekannt. Wenn man hierher kommt, kriegt man gesagt: „JedeR spricht hier drei Sprachen: Kurdisch, Arabisch und Turkmenisch“. Die Kurden, Araber und Turkmenen sowie andere Identitäten leben hier nicht in gertrennten Stadtvierteln, sondern ihre Häuser stehen nebeneinander. Dass zwischen den Völkern geheiratet wird, ist hier üblich. Im Grunde wird das, was Öcalan als „demokratische Nation“ definiert, hier seit Jahrhunderten vorgelebt. „Dier PKK-Gerilla in Kirkuk“ weiterlesen

Kirkuk: „Verrat“ war es nicht!

YÖP vom 20.10.2017. Diskussionsbeitrag von Halil Savda.

„Dass wir das Referendum gemacht haben, war ein Fehler. Die Verwaltung von Kirkuk muss ausgewechselt werden. Kirkuk muss zusammen mit dem Irak eine gemeinsame Verwaltung kriegen. Man muss zu den Grenzen von 2014 zurückkehren. Wird das nicht getan, kann es zu einem großen Krieg kommen und wir zu einer großen Niederlage.“

Das sind die Worte von Pavel Talabani. „Kirkuk: „Verrat“ war es nicht!“ weiterlesen

Was der Sieg von Rakka für die Êzidî-Frauen bedeutet

YÖP 19.10.2017, Erem Kansoy aus Rakka.

Interview mit Dersim Êzîdxan, Kommandantin des YJŞ – Bataillons in Rakka.

Am 3. August 2014 überfielen die IS-Banden Şengal (Nordirak), entführten Tausende von êzidischen Frauen und Kinder und verkauften sie auf den Sklavenmärkten von Rakka. Êzidî-Frauen, welche in Freiheit waren oder die Freiheit erlangten, stellten Einheiten zur Selbstverteidigung auf, die YJŞ, und begannen den Krieg in Şengal, um ihre Geschlechtsgenossinenaus den Fesseln des IS zu retten. Als die Offensive zur Befreiung von Rakka begann, zog ein Bataillon hierher, kämpfte mit, um Rache zu nehmen, und trug seinen Anteil bei an der Säuberung Rakkas von den IS-Schergen. Dersim Êzîdxan, die Kommandantin dieser Einheit, hat drei Monate lang an dieser Front gekämpft und teilte uns nun ihre Gefühle und Gedanken bei der Befreiung Rakkas mit. „Was der Sieg von Rakka für die Êzidî-Frauen bedeutet“ weiterlesen

Rakka: Die Frauen haben den IS besiegt

Rakka Nesrin AbdullahANF Rakka, 19.10.2017.

Der 17. Oktober 2017 ist der Tag der Befreiung von Rakka: An diesem Tag haben die DKS, die Demokratischen Kräfte Syriens, mit einer Offensive, die 135 Tage dauerte, den IS (Islamischen Staat) in seiner Hauptstadt besiegt. Heute morgen sollte Nesrin Abdullah, Kommandantin YPJ (Frauenverteidigungskräfte, Teil der DKS) dazu eine Erklärung verkünden. Und zwar auf dem El-Neim – Platz, dem Platz des Todes, wo der IS Hunderte von Menschen, auch Kinder, in aller Öffentlichkeit hingerichtet hatte. Heute schmücken den Platz ein riesiges Bild des kurdischen Volksführers Öcalan sowie die Fahnen von DKS, YPG, YPJ und der Fraueneinheiten von Şengal. „Rakka: Die Frauen haben den IS besiegt“ weiterlesen

„Plattform von Rakka“:

Die Stammesführer von Rakka unterstützen die Ziele der Demokratischen Kräfte

ANHA aus Eyn Îsa vom 12.10.2017

Heute versammelten sich am Sitz des „Zivilen Rates von Rakka“ in Eyn Îsa die Stammesführer der Region als „Plattform von Rakka“. Vertreten waren die Stämme Cês, Bûseraya, Sexane, Bûesaf, Ebû Hemid, Amir, Büşeyan, Efadele, El-Mûs Dahir, Kewatî, Burêc, El-Xûl, Cemase, El-Cerî Kerame, El-Şiêb und El-Kiwêdir. „„Plattform von Rakka“:“ weiterlesen

Tabqa: Der IS machte fünf Kinder zu Waisen

ANHA aus Tabqa, 13.10.2017.

Eymen und Elai Ibrahim sind zwei Brüder, die mit ihren Frauen und Kindern zusammen in Tabqa wohnten: Eymen und seine Frau Latife Muhyedin Hicazi mit den beiden Kindern Yusuf und Sundis, Elai und seine Frau Ayşe mit Yesmîn (5), Mihemed (4) und Reyan (3).

Unter der Herrschaft des IS, also vor der Befreiung Tabqa‘s im Mai 2017, kamen die IS-Schergen, ohne einen Grund anzugeben, und nahmen Eymen mit, vier Stunden später auch dessen Frau Latife. Nicht genug damit verhafteten sie danach auch Elai und Ayşe. „Tabqa: Der IS machte fünf Kinder zu Waisen“ weiterlesen

Die Frauen von Idlib werden in den Krieg eingreifen

ANF / Bêrîtan Sarya aus Til Rifat (Şehba), 8.10.2017.

(Die syrische Provinz Idlib (westlich von Aleppo) ist (neben dem befreiten Nordsyrien) die einzige Großregion, die nicht vom Assad-Regime kontrolliert wird, sondern hauptsächlich von „Hayat Tahrir Al-Scham“, der früheren Al-Nusra. Sie wird seit Jahren von Assad bombardiert, auch mit Fassbomben und Giftgas, sowie von den Russen. In diesen Tagen hat Erdoğan syrische Verbände, die er finanziert, und auch einige türkische Truppen in die Provinz geschickt. Unsere Medien berichten darüber und spekulieren, ob die Türken auch Afrin (N von Idlib) angreifen werden. „Die Frauen von Idlib werden in den Krieg eingreifen“ weiterlesen

Erstes Frauenbataillon von Tabqa

ANHA Tabqa, 4.10.2017.

Es ist noch kein halbes Jahr her, dass die arabische Stadt Tabqa aus den Klauen des IS befreit worden ist. Jetzt sind 33 Frauen dabei, das Erste Frauen-Bataillon von Tabqa zu gründen. In Rojava und allgemein in ganz Nordsyrien sind die Frauen für die Befreiung der Frau aktiv an den Mobilisierungen der Revolution auf allen Ebenen beteiligt. Gerade auf militärischem Gebiet und bei der Verteidigung spielen sie eine herausragende Rolle. Nach der Gründung der YPJ, der Frauen-Verteidigungskräfte, engagieren sich viele junge Frauen in diesen Einheiten und nehmen an vielen Befreiungs-Offensiven gegen den IS teil. Darunter sind natürlich auch Frauen aus Tabqa. „Erstes Frauenbataillon von Tabqa“ weiterlesen