Frauen – Kooperative in Qamışlo

von Mûrada Kenda / ANHA 17.11.2017.

4 Frauen, aber 1 Willen… Im Stadtviertel Hileliye von Qamışlo taten sich 4 Frauen zusammen und gründeten eine Kooperative, die Mahlzeiten zubereitet. Der gaben sie den Namen „Yekbun“ (=Einheit), Symbol für die gemeinsame Arbeit in der Kooperative. Sie bereiten jeden Tag 100 Mahlzeiten für Lohnabhängige. Arbeitsbeginn ist 7 Uhr morgens. Aber die Frauen kochen nicht nur, sondern sehen es auch als ihre Aufgabe, gegen jegliche Form von Gewalt und Ungerechtigkeit anzugehen. Qamışlo Frauenkooperative

Sosin Ali (34): „Wir hatten als Frauen keine finanziellen Möglichkeiten, deshalb gründeten wir unsere Kooperative zuhause. Aber gleichzeitig mit dem Aufbau der Kooperative organisieren wir uns auch gegen die Gewalt an Frauen. Das ist auch eine Antwort auf das Gewaltverhalten gegen Frauen. Dass wir Frauen nicht raus auf die Strasse durften, zu diesen Zeiten zurückzukehren lassen wir absolut nicht mehr zu. Mit dieser Überzeugung führen wir die neugegründete Kooperative.“

Gülnaz Zeri (28): „Wir machten uns an die Kooperative, nachdem gemäß den Ideen, der Philosophie von Öcalan dier Revolution in Rojava ausgebrochen war. In der Frage der Organisierung orientieren wir uns an den Ideen des Führers Apo. Aufgrund dieser Ideen sind wir zusammen gekommen. Die Führung hat uns den Weg gewiesen. So sind wir uns unserer Stärke bewußt geworden, und es ist ausgeschlossen, dass wir zur alten Sklaverei zurückkehren. Deshlab rufen wir alle Frauen dazu auf, sich über Kooperativen zu organisieren.“