Fliehende aus Deir Ez-Zor: Weder IS noch Assad!

ANH 22.9.2017 von Agırî Îbrahîm und Dıyar Ehmo

Während sich die Kämpfe in Deir Ez-Zor (zwischen Rakka und der irakischen Grenze) intensivieren und die Flugzeuge des Regimes und Rußlands die Wohngegenden bombardieren, retten sich die Bewohner in die von den DKS kontrollierten Gegenden, die im Verlauf der jüngsten „Cizre-Sturm-Offensive“ eingenommen wurden. 14 000 Leute wurden in den letzten Tagen aufgenommen und in die Lager von Ain Issa geleitet.

Deir Ez-Zor Flükolonne

Ehmêd Husên ist aus dem Kampfgebiet von Deir Ez-Zor geflohen, weil die militärischen Kräfte Rußlands und des syrischen Regimes die Gegend beliebig bombardieren, ohne auf Leben und Häuser des Volkes Rücksicht zu nehmen: „Die Kriegsflugzeuge von Syrien und Rußland bombardieren die bewohnten Örtlichkeiten. Wo die IS-Kämpfer sich aufhalten, wissen sie nicht genau. Also lassen sie ihre Bomben auch auf Moscheen und Schulen fallen. Sogar Friedhöfe haben sie getroffen.“

Auch Îbrahîm Xuşman wurde zur Flucht gezwungen, auch er ist empört darüber, dass die Bombardements auf das Volk zielen: „Fünf Jahre lebten wir unter der Schreckensherrschaft der IS-Faschisten. Und jetzt bombardieren Flugzeuge von Rußland und vom Regime unsere Dörfer. Wir sind vor diesen Angriffen geflohen und sind in sichere Gebiete unter DKS-Kontrolle gewechselt.“

Eine Frau namens Fatma Xelef fügt hinzu: „Aufgrund des Aufrufs der DKS sind wir in diese sicheren Gebiete gegangen.. Als wir aus dem Kriegsgebiet flohen, konnten wir überhaupt nichts mitnehmen. Wegen der dichten Luftangriffe auf unsere Dörfer konnte ich nur meine Kinder retten. Hier haben uns die DKS-KämpferInnen aufgenommen und mit dem Notwendigsten versorgt.“

Deir Ez-Zor Flüchtlingskind

Die aus dem Kriegsgebiet Fliehenden kommen auf Sandpisten und durch breite Täler. Oft waren sie nicht einmal in der Lage, genügend Wasser und Nahrung mitzunehmen. In den DKS-Gebieten angekommen, werden sie von den KämpferInnen versorgt. In dem Maße, wie der Strom der Flüchtlinge aus dem Kriegsgebiet zunimmt, bereiten sich auch die DKS-KämpferInnen auf deren Aufnahme vor. Die meisten Fliehenden sind Frauen und Kinder. Sie werden auch vom „Heyva Sor a Kurd“, dem Kurdischen Halbmond, versorgt. Sanitätstrupps kümmern sich dort, wo sich die Flüchtlinge niedergelassen haben, pausenlos um die Kranken.

 Deir Ez-Zor Flü