Rakka: Aramäische ChristInnen gerettet

YPG Press Rakka, 26.8.2017

Am 26. August gelang es den Rettungseinheiten der SDK in Rakka, eine größere Gruppe von Einwohnern in Sicherheit zu bringen, darunter aramäische Familien. Die Frauen erzählen, dass sie sich über längere Zeit mit geringen Vorräten versteckt haben.

„Wir konnten unsere eigenen (christlichen) Namen nicht benutzen. Ich konnte nicht sagen, dass mein Mann Georg heißt. Wir nannten ihn Abu Samrah. Ich selbst hieß Sureyya, hier meine Nichte Dua. All diese Männer hier sind Glaubensbrüder. Wir versteckten sie mit uns zusammen. Wenn der IS gewußt hätte, dass wir Christen sind, hätte er uns allen die Kehle aufgeschlitzt. Ohne zu zögern. Dort gibt es gar nichts; deshalb sind wir hier. Meine Mutter und meinen Vater habe ich seit 4 Jahren nicht mehr gesehen.“

– Wie habt ihr es geschafft, dem IS zu entkommen?

„Wir haben den sicheren Tod riskiert. Diese Leute hier, die sind heute neu geboren worden.“

– Was halten Sie von den Kämpferinnen der YPJ?

Allah soll sie schützen! Wäre ich jünger, ich würde mich ihnen anschließen. Aber jetzt bin ich zu alt, um mit der Waffe zu kämpfen. Aber ich habe vorher verletzte Zivilisten gepflegt, und das kann ich wieder tun.

Es war ein Wunder, dass wir entkommen sind. Wenn ihr nicht dagewesen wärt, bei Allah, sie hätten uns getötet.“