Aleppo: Begegnungszentrum der Religionen eröffnet

ANHA 18.8.2017 aus Aleppo / Şêx Meqsûd

Im nördlichen Teil der Stadt Aleppo sind das (kurdische) Viertel Şêx Meqsûd und seit letzten Herbst weitere nordöstliche Stadtteile autonom und selbstverwaltet (vergl. Info Nr. 59 vom 3.6.17). Der „Rat für ein Demokratisches Syrien“ (RDS) hat in sein Büro von Şêx Meqsûd religiöse Persönlichkeiten des Islam, des Christentums und der êzidischen Konfession zu einer Versammlung zusammengerufen. Auch VertreterInnen von TEV-DEM (Bewegung für eine Demokratische Gesellschaft) nahmen an dem Treffen teil.

Als erstes sprach die Vertreterin der TEV-DEM – Leitung von Aleppo, Fehime Silêman: Das Ziel aller Religionen sei, dass sich überall Ruhe ausbreite und sich zwischen den Völkern solidarische Beziehungen entwickeln. Deshalb wurde das Begegnungszentnrum der Religionen eingerichtet. Mirî El Şiblî, der Ko-Vorsitzende des RDS-Büros von Aleppo, warnte, dass im Namen des Glaubens Zwietracht unter den Völkern gesäht werde, was manche Kreise ausnützen würden, um draus persönlichen Profit zu ziehen.

Aleppo Begegnungszentrum

Danach diskutierten die TeilnehmerInnen, wie das Begegnungszentrum funktionieren und welche Aufgaben den Mitgliedern zufielen. Ein 7-köpfiges Komitee wurde gewählt mit VertreterInnen der Viertel Eşrefiyê, Benî Zêd, Şêx Meqsûd und den östlichen Stadtteilen:

Ilyas El Exres als Vertreter der Christen, Behrî Beko für die Êzidî, Mihemed Salih für die Moslem sowie Xalid Mewas, Ebdirehman Xezo und Mehmûd Kosa. An deren Seite wurde als Vertreterin der Frauen Munsa Qoce gewählt. Später soll das Büro des Begegnungszentrums eingerichtet und ein Büroleiter bestimmt werden.