Auch Araber kämpfen in den YBŞ (Selbstverteidigung der Êzidî)

 YÖP / Şengal, 17.06.2017

Die Êzidî berichten, dass ihre arabischen Nachbarn die IS-Banden beim Völkermord vom 3.8.14 oft noch aktiv unterstützten. Wie sollen sie je wieder mit ihnen in Şengal zusammen leben?

Die folgende Nachricht könnte eine Antwort geben.

Unter dem Dach der YBŞ (Yekîneyên Berxwdana Şengalê, den “Widerstandseinheiten von Şengal”) haben sich auch arabische Selbstverteidigungseinheiten organisiert. Sie berufen sich auf das Freiheits-Paradigma von Öcalan, das keine Diskriminierung kennt. Die Araber vom Dorfe Mendiba im Şengal-Gebiet, die ihre Selbstverteidigung organisieren, sind überzeugt, dass der einzige Ort, wo ihre Sicherheit garantiert werden kann, in den Reihen der YBŞ ist. Haben sie doch vor dem letzten Völkermord mit den Volk der Êzidî friedlich und ohne Reibereien zusammen gelebt.

Die Umtriebe vom IS und von ähnlichen Gebilden, unter den Völkern Zwietracht und Hass zu sähen, müssen vereitelt werden. Dazu ist der Kommandant der Arabischen Şengal-Einheit, Baz Cizîrî, entschlossen. Die Vielfalt, die in dieser Gegend anzutreffen ist, tut dem Zusammenleben keinen Abbruch. “Wir wollen ein Niveau erreichen, wo unser Volk sich selbst verwaltet und von nun an die vielfältigen Ideen und Meinung zur Stärkung beitragen.” Vor allem die hier lebenden Moslem fordern wir auf, sich ohne Angst, ohne Scheu und ohne Zweifel diesem Kampf beizutreten; die Türen dafür sind weit geöffnet.

“Wir orientieren uns an den Ideen von Führer Apo, weil die uns freier machen, und nicht an den Vorstellungen der Kräfte, die Beherrschung und Besetzung zum Ziele haben.” sagt Kommandant Baz Cizîrî, und deshalb will er, dass man sich selbst überzeugt, wie in Rojava die Leute zusammen leben und wie sie selber wieder zu einem gemeinsamen Leben gefunden haben.

Nach dem Vorbild von Rojava

Baz Cizîrî hebt hervor, dass dort zwischen Arabern, Christen und Kurden kein Unterschied gemacht wird, und fährt fort: “Wir wollen auch, dass wie in Rojava alle zusammen und gleich leben. Deshalb wollen wir jetzt die gute Gelegenheiit nutzen, dass wir sie nicht versäumen. Wenn wir nicht unsere Ideen schärfen und zu einer Lebensart konkretisieren, dann werden wir morgen wieder Angriffe wie den vom IS erleben und unsere Freiheit nicht stabilisieren können. Gerüstet mit den Ideen von Öcalan müssen wir uns fest organisieren.”

Eziz Xendil ist auch in der Arabischen Şengal-Einheit und steht in dem Dorf Mendiba Wache in den Reihen der YBŞ zusammen mit seinen Êzidî-Genossen. In Mendiba, das vor über einem Jahr vom IS gesäubert worden ist, hat man seither keine Probleme erlebt, sagt er: “Wir sind Kameraden derselben Einheit, wir kämpfen an der selben Front für ein gemeinsames Ziel: unser Volk vor der Tyrannei zu retten und alle zusammen frei zu leben.”

Ciwan Alewa macht deutlich, dass zwischen Arabern und Êzidî kein Unterschied gemacht wird, keine Diskriminierung: “Derzeit sind mehr als ein Dutzend Êzidî-Kameraden hier, und wir sind zusammen bei den Sicherheitskräften im Dienst. Ich bin den Freiheitskräften von Şengal beigetreten, und die setzen sich bedingungslos für mein Dorf und für mein Land ein.”

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