Die Kinder von Aleppo wollen wieder in die Schule

ANHA 31.1.2017 von Sîlva Mustefa aus Aleppo:

Die Kinder von den östlichen Stadtvierteln von Aleppo, die jetzt wieder frei leben können, haben nur einen Wunsch: dass sie wieder die Schule besuchen und Unterricht bekommen. Denn solange die von der Türkei ausgehaltenen Banden dort herrschten, galt das Grundrecht auf Schule für diese Kinder nicht. Im Krieg waren alle Schulen von den Banden besetzt und zu Quartieren für Soldaten umfunktioniert worden.

Elî El-Casim (11) und Imad Ahmet (9) wurden sogar von verprügelt von den Leuten der Nationalen Syrischen Koalition und El Nusra, weil sie in die Schule gehen wolten. Sie leben im Stadtviertel Hulok, das wie die Viertel Bıêdîn, Şêx Xıdır, Şêx Farıs, Heyderiyê und Bostan Paşa von den Kämpfern der YPG und den Kämpferinnen der YPJ befreit worden ist, und sie können bald wieder in Hulok die Schule besuchen. Wir trafen die beiden in einem Klassenzimmer mit rissigen Wänden und kaputtem Mobiliar.

Casim: “An dem Tag, wo unsere Stadtviertel von YPG/YPJ befreit worden sind, kehrten wir wieder in unser Viertel zurück und begannen ein neues Leben. Die Freiheitskämpfer haben uns frei gemacht. Die Banden hatten unsere Schule angezündet, zerstört, ruiniert. Sie haben sie als Soldatenzentrum mißbraucht. Sie haben unsere Bänke und unsere Tische kaputt gemacht.”

Was Ahmet betrifft, so ist das einzige, was er will, wieder die Schule besuchen: “Es ist doch unser Recht, zu leben und zu lernen. Unser Recht, in unsere Schule zum Unterricht zu gehen. Die YPG/YPJ haben uns gerettet vor den Banden, vor der Dunkelheit.”

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