US – Anarchisten an der Rakka – Front

 Von Seth Harp /Nordsyrien. Aus: rollingstone.com vom 14.2.2017
Internationale Brigade in Rojava
75 Freiwillige – Ultralinke, Anarchisten und Kommunisten aus der ganzen Welt kämpfen mit der YPG in der Internationalen Brigade in Nordsyrien um die Befreiung Rakkas. Die Internet-Zeitung rollingstones.com schickte Seth Harp als Berichterstatter dorthin. Aus seinem langen Artikel haben wir zwei Passagen ausgesucht. Der vollständige Text ist auf Englisch in dieser Internet-Zeitung oder auf Türkisch in YÖP (Yeni Özgür Politika) vom 17. und 18. Februar 2017 zu lesen. dÜ. „US – Anarchisten an der Rakka – Front“ weiterlesen

„Die Grundlagen für ein freies Syrien schaffen“

Interview mit Fewza Yûsif, Kovorsitzende des Exekutivrates der Demokratischen Föderation Nordsyrien, Civaka Azad, 16.02.2017

 Können Sie kurz erläutern, was die Demokratische Föderation Nordsyrien ist? Wer ist Teil der Föderation? Welche Gebiete umfasst sie und wird sie über vorbestimmte Grenzen verfügen? Was ist ihr politischer Charakter?

Nach sehr langer Zeit ist es das erste Mal, dass sich auf der Erde Mesopotamiens Volk und gesellschaftliche Gruppen gemeinsam versammeln und einen Gesellschaftsvertrag verfassen und ihre eigene Zukunft selbst bestimmen.

In einer Zeit, in der alles zerstört wird, bauen die gesellschaftlichen Gruppen Nordsyriens etwas auf. Einerseits verteidigen sie sich gegen die unmenschlichen Kräfte wie den Islamischen Staat IS, die Al-Nusra-Front und die Besatzung durch die Türkei und bemühen sich, Orte wie Raqqa zu befreien. Andererseits sind sie täglich dabei, die Grundlagen für ein freies und demokratisches System zu schaffen. „„Die Grundlagen für ein freies Syrien schaffen““ weiterlesen

Kurdenkonferenz in Moskau

Am 15. und16. Febr. 2017 fand in Moskau die 6. jährliche Kurdenkonferenz statt mit VertreterInnen aus allen vier Teilen Kurdistans. In ihrer Schlußerklärung rufrt sie zur Einheit aller Kurden auf und appelliert an die internationalen Kräfte, insbesondere an Rußland, das Statut der Nordsyrischen Föderation anzuerkennen und sich den Angriffen der Türkei zu widersetzen.

Zwei Beiträge auf dieser Konferenz finden wir besonders bemerkenswert: „Kurdenkonferenz in Moskau“ weiterlesen

Rojava: Jede Kommune ist eine Kooperative

Die Selbstorganisierung und -versorgung in Rojava

Enzan Munzur, 05.02.2017

Che Guevara i`n Rojava Die Revolution von Rojava hat eine ganz besondere Dynamik, die schwierig ist in Worte zu fassen und immer wieder im positiven Sinne überrascht. Die Diskussionen der kurdischen Freiheitsbewegung können im ersten Augenblick sehr praktisch orientiert und wenig theorietief erscheinen, besitzen jedoch eine unglaublich starke Weitsicht.

Kommune = Selbstorganisation

Am 19. Juli 2012 formierten sich mit der Revolution in Rojava die Volksräte auf Stadtteilebene in der Öffentlichkeit, um das Modell der „radikalen Demokratie“ praktisch werden zu lassen. Nach einigen Monaten stellte man fest, dass die Stadteilvolksräte noch nicht nah genug an der Bevölkerung sind, um eine wirkliche Selbstorganisierung zu gewährleisten. Ergebnis der darauf folgenden Diskussion war auf einer unteren Ebene „Kommunen“ (kurdisch: komîn) aufzubauen und so mehr Menschen an der Basis in die Selbstorganisation einzubeziehen, als eine direktere Form der „radikalen Demokratie“. „Rojava: Jede Kommune ist eine Kooperative“ weiterlesen

Interview mit Êzidî-Kommandantin Viyan Hebabî

ANF / Mahir Yılmazkaya, Şengal (Nord-Irak) 8.2.2017:

 Die “Fraueneinheiten von Şengal” – YJŞ – und die “Widerstandseinheiten von Şengal” – YBŞ – , das sind die Selbstverteidigungskräfte der Êzidî in ihrem traditionellen Siedlungsgebiet im Nordirak. Jetzt fordern manche Verantwortliche der Türkei und der KDP, der Partei Barzani’s, dass sie aus Şengal abziehen sollten: “Wer unseren Abzug fordert, das sind diejenigen, welche (2014) das Volk dem Massaker überlassen haben und abgehauen sind”, sagt die YJŞ – Kommandantin Viyan Hebabî dazu. „Interview mit Êzidî-Kommandantin Viyan Hebabî“ weiterlesen

Nordsyrien: Embargo total

Das selbstverwaltete überwiegend kurdische Nordsyrien – genannt Rojava – steht mehr denn je unter einem Embargo, von allen Seiten.

Enzan Munzur

29.01.2017

Grenze zu RojavaSie schleichen sich gebückt am Hang um den Militärposten. Die Gruppe kommt langsam voran, weil alle eine Last auf ihren Rücken haben. Nach dem sie keinen Sichtkontakt mehr haben, verschnaufen sie. Dann müssen sie sich hinlegen, denn gerade fahren zwei Autos über die wenig befahrene Straße in entgegengesetzter Richtung. Vorbei, jetzt geht es runter an den Fluss, es muss schnell gehen … „Nordsyrien: Embargo total“ weiterlesen

Dritte Phase zur Befreiung Rakkas hat begonnen

Dritte Phase zur Befreiung Rakkas hat begonnenNordsyrien – Die dritte Phase im Kampf um die Befreiung der Stadt Rakka, einem zentralen Stützpunkt des IS, hat begonnen. Mit einer Pressekonferenz in Girê Spî im Landkreis Silûk haben die an der „Zorn des Euphrat“ genannten Operation beteiligten Kräfte den Beginn der dritten Phase des Kampfes um die Befreiung der Stadt Rakka verkündet. Die Operation „Zorn des Euphrat“  begann am 5. November 2016. In der ersten Phase konzentrierten sich die Aktivitäten auf das nördliche Umland der Stadt, während die zweite Phase, die sich sechs Wochen später an die erste Phase anschloss, sich auf das westlich der Stadt gelegene Umland konzentrierte. In der dritten nun beginnenden Phase soll das östlich der Stadt gelegene Umland vom IS befreit werden und so das Ziel, die Umzingelung der Stadt erreicht werden. „Dritte Phase zur Befreiung Rakkas hat begonnen“ weiterlesen

Die Kinder von Aleppo wollen wieder in die Schule

ANHA 31.1.2017 von Sîlva Mustefa aus Aleppo:

Die Kinder von den östlichen Stadtvierteln von Aleppo, die jetzt wieder frei leben können, haben nur einen Wunsch: dass sie wieder die Schule besuchen und Unterricht bekommen. Denn solange die von der Türkei ausgehaltenen Banden dort herrschten, galt das Grundrecht auf Schule für diese Kinder nicht. Im Krieg waren alle Schulen von den Banden besetzt und zu Quartieren für Soldaten umfunktioniert worden. „Die Kinder von Aleppo wollen wieder in die Schule“ weiterlesen

Flüchtlingspolitik II: Auch den Flüchtlingsfrauen sind ihre Rechte garantiert

31.1.2017 ANHA aus Afrin (Nordsyrien)

Erîfe Beker, die Vorsitzende des Rates für gesellschaftliche Angelegenheiten des Kantons Afrin, gab bekannt, dass die Gesetze für Frauen, die allgemein im Kanton gelten, auch für die Flüchtlingsfrauen volle Geltung haben. In den beiden Flüchtlingslagern Rubar und Şehba veranstaltete der Rat für gesellschaftliche Angelegenheiten von Afrin für die dort lebenden Frauen Versammlungen. „Flüchtlingspolitik II: Auch den Flüchtlingsfrauen sind ihre Rechte garantiert“ weiterlesen

Flüchtlingspolitik I: Die Êzidî organisieren täglich ihr Leben neu

29.1.2017 von Kawa Hemo und Nejbîr Osman aus Dêrik (Nordsyrien)

 

Im Lager “Newroz” bei Derîk organisieren die Êzidî-Flüchtlinge ihr Leben gemäß ihrer Kultur. Das Lager wurde 2014 von der Demokratischen Autonomen Verwaltung des Kantons Cezire aufgebaut. Heute zählt es 300 Zelte mit 520 Êzidî-Familien. Im Lager entfalten selbstorganisierte Institutionen ihre Aktivitäten wie das Zentrum für Kultur, Kunst und Handwerk, das Gesundheitszentrum, das Konsultationszentrum für traumatisierte Frauen, „Flüchtlingspolitik I: Die Êzidî organisieren täglich ihr Leben neu“ weiterlesen