Syrien: Rakka – die finale Szene

Von Amed Dicle, ANF, 3.11.2016

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Der wichtigste städtische Stützpunkt des IS (Daesh) in Syrien ist Rakka. Die politischen, diplomatischen und militärischen Vorbereitungen zum Angriff auf die Stadt laufen von Rojava aus. Vor allem die US-Regierung macht Druck: in ein paar Tagen sind die Präsidentschaftswahlen. „Syrien: Rakka – die finale Szene“ weiterlesen

Kobane-Tag in Afghanistan !

Zum 1. November, dem internationalen Kobane – Tag: Vorbild für die afghanischen Frauen!

Von China bis Brasilien über Kanada, Russland und die USA sind am 1. November, dem Welt-Kobane-Tag, Millionen von Menschen auf die Strasse gegangen. Aber am interessantesten waren zweifellos die Demonstrationen und Presse-Erklärungen der Frauen in Afghanistan in Solidarität mit dem Widerstand der Kobane-Frauen. In sieben Provinzen des Landes wurden gleichzeitig Demonstrationen gegen den Islamischen Staat organisiert von der “Solidaritätspartei Afghanistans” (SPA). Tausende von Leuten nahmen an den Kundgebungen und Demonstrationen in Herat, Farah, Nangahar, Balkh, Takhar, Nimruz und Bamyan teil. In Solidarität mit den Frauen von Kobane und dem ganzen kurdischen Volk wurden Transparente gezeigt mit Frauen der YPJ und den Fahnen der YPG. Ein Zeichen dafür, dass sich im Volk ein neues Erwachen, ein neues Bewußtsein regt! (YÖP 1.11.2016)

Ayla Akat Ato, die Sprecherin der kurdischen Frauenorganisation KJA, wurde zusammen mit den beiden Ko-BürgermeisterInnen von Amed (Diyarbakir) vor wenigen Tagen verhaftet. Vom Frauenkomitee der Solidaritäts-Partei Afghanistans wurde am 3.11.16 eine Solidaritätsadresse geschickt: „An die KJA-Frauen, die sich nicht beugen. Die Frauen von Kurdistan und der Türkei stehen in jedem Kampf in der ersten Reihe. Das erinnert an einen Ausspruch unserer RAWA-Gründerin Meena: ‚Frauen sind wie schlafende Löwinnen. Wenn sie einmal aufwachen, kann keine Kraft sie aufhalten!'“ (RAWA = Revolutionary Afghan Women Association)

 
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Der Wiederaufbau von Kobane

Zwischenbilanz und Schwierigkeiten

kobane-wiederaufbauEin Bericht der Selbstverwaltung Kobanês, 01.11.2016

Die Stadt Kobanê musste während den brutalen Angriffen des Islamischen Staates (IS) einen hohen Preis zahlen. Die Besatzungsangriffe des Islamischen Staates auf Kobanê haben den anfänglichen Entwicklungen im sozialen, kulturellen, politischen und städtischen Bereich, die parallel zu den entstandenen revolutionären Bedingungen in Syrien unternommen wurden, einen großen Schlag versetzt. „Der Wiederaufbau von Kobane“ weiterlesen

Wer sind die ‚Haşdi Şabi‘? Schiitische Milizen!

Die ‘Haşdi Şabi’ oder ‘Kräfte der Volks-Mobilisierung’ wurden Mitte 2014 gegründet, als die Provinzen Mossul, Anbar und Tikrit vom IS eingenommen wurden und der schiitische religiöse Führer Ayatollah Sistani die verschiedenen schiitischen Milizen aufrief, sich zu vereinigen. Die ‘Haşdi Şabi’ bestehen aus 67 bewaffneten Gruppen und zählen mehr als 100 000 Milizionäre. Darunter sind aber auch turkmenische und sunnitische Gruppen zu finden. Die bekanntesten Milizkräfte sind: die Bedir-Brigaden, die Asaib Ahl El-Hak, die Friedens-Brigaden (Muktada El-Sadr – Gruppe), die Hisbullah-Brigaden, die Seyid El Schuhada-Brigaden, die Kataib El Imam Ali, die Ali Ekber – Brigaden, die Bewegung Hisbullah El-Nucaba, Feylaq El Kerrar und Seraya Ensal Al Aqid.

Die Haşdi Şabi werden direkt von der Bagdader Regierung unterstützt, organisatorisch, finanziell und mit Waffen. Die größte Unterstützung aber bekommen sie vom Iran. Sie gelten als brutal und werden beschuldigt, zahllose Menschenrechtsverletzungen begangen zu haben. Natürlich weisen sie die Anschuldigungen zurück, und Bagdad spricht von ‘Einzelfällen’.

Die Stadt Tel Afer, ihr Eroberungsziel, würde die Verbindung zwischen dem belagerten Mossul und der syrischen IS-Hauptstadt Raqqa abschneiden. Tel Afer zählte vor der Einnahme durch den IS 250 00 Einwohner, vor allem Turkmenen, Kurden und Araber. Über 50 % waren Schiiten. Die gefangen genommenen Êzidinnen wurden im August 2014 zuerst hierher gebracht.

(YÖP 31.10.2016)