Neue Front westlich von Mossul

 

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Şengal / Nordirak, 29.10.2016:

Der Kommandant der Haşd – Aş Şaabi:
Interveniert die Türkei, bekämpfen wir sie wie den IS

(Seit zwei Wochen läuft die Militäroffensive der Bagdader Regierungstruppen und der Peshmerga gegen die IS-Hochburg Mossul. Die Stadt wird vom Süden, Osten und Norden eingeschlossen; aber im Westen war der Abzug Richtung Tel Afar – Baaj – Rakka (Syrien) bislang offen. Und Erdoğan tobt wie ein Kettenhund, weil seine Truppen an der Befreiung Mossuls nicht teilnehmen dürfen. Anm. d. Ü.)

 

Im Rahmen der Offensive gegen Mossul begannen heute die “Haşd – Aş Şaabi” (arabisch; auf Deutsch: Volkskräfte) den Kampf an der Front Tel Afar – Baaj (westlich von Mossul).
Ali Ferhan Şengali, der Kommandant des Laleş-Bataillons (Laleş ist das Heiligtum der Êzidi), nannte die Befreiung von Tel Afar und Baaj als Ziel. Seine Haltung zur Türkei ist eindeutig: “Diese Gebiete gehören den Leuten von Mossul, Tel Afar, Baaj und Şengal. Das Land ist in die Hände des IS gefallen, und wir werden es befreien. Die Türkei brauchen wir nicht dazu. Es sind nicht die Mädchen und Frauen der Türkei, die in Tel Afar in Gefangenschaft des IS sind. Es sind unsere Schwestern und Mütter. Wir werden Tel Afar und Baaj befreien zur Rettung unserer Schwestern und Mütter. Das ganze Gebiet, bis zur syrischen Grenze. Die Türkei hat hier nichts zu suchen. Und wenn sie trotz allem hierher kommt, dann behandeln wir sie wie den IS. Sowieso sehen wir keinen großen Unterschied zwischen der Türkei und dem IS”, meint Ferhan.

Und zur heute begonnenen Operation: “Das ist die zweite Phase des Angriffs auf Mossul; sie geht von unsrer Front aus. Wir begannen vom Dorf Hadır aus, von Mossul 60 km und von Tel Afar 20 km entfernt. An der Operation nehmen die Kräfte der Liva Hüseyin, Liva Laleş, Liva Türkmen, Liva Şii Türkmen und Liva Mossul teil.”

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