Die Befreiten von Minbic organisieren ihre Grundversorgung

JINHA 29.7.16 Zahide Ahmed

Ohne Unterlass entfliehen Bewohner der Schreckensherrschaft des IS in die Gegenden, wo sie sicher sind. Noch vor einigen Jahren war Minbic eine reiche Stadt. Doch unter der Herrschaft des IS war die ganze Bevölkerung sozusagen in Gefangenschaft. Die Preise stiegen, die Einkommen gingen zurück, aber verheerender noch wirkte das unmenschliche System des IS auf die Lebensbedingungen. Mit Beginn der Offensive zur Befreiung von Minbic kamen ganze Gegenden frei und wurde der Volksrat von Minbic errichtet, so dass die Probleme der Bewohner gelöst werden konnten.

Xesun Recep ist im Volksrat für die Versorgung zuständig: „Das erste Problem ist die Belieferung mit Nahrungsmitteln. Wir haben es gelöst nur mit den Mitteln und Möglichkeiten, die uns selbst zur Verfügung standen. Zur Zeit des IS kostete das Brot zwischen 300 und 500 Lira (=1 €); jetzt fiel der Preis auf 65 Lira, weil Bäckereien eingerichtet wurden, die den täglichen Bedarf decken. Und wo es keine Backöfen gibt, wird Mehl verteilt. Dabei ist die Zahl der Menschen, die zu versorgen sind, durch die vielen Stadtbewohner, die geflohen sind, stark angestiegen. Von außen haben wir bisher keinerlei Hilfe bekommen.“

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