Für die Flüchtlingsfrage sind wir die Alternative

YÖP 22.6.16, Reha Sari aus Strasbourg
Interview mit Ilham Ehmed, Ko-Präsidentin des Demokratischen Rate der Föderation von Nordsyrien, die auf Einladung der Vereinigten Linken vor dem Europarat in Strasbourg sprach. Auszüge:

“Die in unsere Regionen Eingewanderten sind überwiegend Araber. Für diese Zivilpersonen haben wir 56 Lager eingerichtet. Aber da alle Grenzen um die Nordsyrische Föderation hermetisch abgeschlossen sind, stellt uns die Versorgung von 500 000 Eingewanderten vor grosse Probleme… Trotzdem sind unsere Grenzen für alle, die aus anderen Gegenden Syriens bei uns Zuflucht suchen, offen. Bisher ist noch keine nennenswerte Hilfe von außen bei uns angekommen. In den Verhandlungen wird uns immer gesagt, man muss Rücksicht auf die Nachbarländer nehmen. Aber die Türkei und (die autonome Regierung von) Süd-Kurdistan haben sich abgesprochen, die Grenzen abzuriegeln. Wir haben für die Flüchtlingslager Kommissionen gebildet, zum Beispiel für die Wirtschaft, für die Verteilung, für die Geundheit. Aber jedesmal stossen wir auf Hindernisse seitens der Türkei. Für den IS hält die Türkei die Grenze zu Syrien offen, aber für uns ist sie zu. Wir sind überzeugt, dass die Grenztore aufgemacht werden, wenn sowohl auf Barzani als auch auf die Türkei entsprechender Druck ausgeübt wird.”

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