Flüchtlingspolitik alternativ II

Amed/DIHA 21.5.16

Im Sommer 2014 mussten Hunderttausende Jesidi aus dem nordirakischen Şengal vor dem “Islamischen Staat” flüchten. Viele fanden in den kurdischen Gebieten der Türkei Aufnahme und Unterstützung. Im Lager von Amed (Diyarbakır) verwalten sich die Flüchtlinge selbst. Um ihre Selbstversorgung mit Lebensmitteln zu sichern, haben die fünf Volksräte Bio-Gärten angelegt, in dem Kinder, Frauen und Ältere tätig sind.
Bişar İçli vom Koordinationsrat des Şengal-Lagers von Amed berichtet, dass 90 % der Bewohner aktiv mitmachen: “Sie lebten in ihrer Heimat sowieso in engstem Kontakt mit der Natur. Unsere Saat- und Pflanzenzucht wird vom Volk getragen. Wir versorgen Stadtviertel und Stadtgärten bis nach Dersim und Van. Was die Leute verbrauchen, können sie selbst produzieren. Und gleichzeitig tut diese Tätigkeit ihren Seelen und Gemütern gut.”

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.