Flüchtlingspolitik alternativ I

Fidan Rezan / Efrin – JINHA (27.5.16)

Esmet Said musste aus dem (kurdischen) Viertel Şex Meqsud / Aleppo in den Kanton Afrin fliehen. Sie erzählt: “Uns ging es gut in der Stadt; aber dann begannen die täglichen Angriffe der Banden, die von der AKP-Regierung unterstützt werden. Sie wollen den Widerstand der Kurden brechen und uns verjagen. Aber hier ist auch unser Land; auch hier leisten wir Widerstand”, versichert Esma.

“Was wir an Lebensmittel brauchen, an Gemüse, das ernten wir von unseren Gärten und Feldern. Wir sind nie ohne Ausweg. (Mit der Selbstversorgung) widerstehen wir dem Embargo und entwickeln gleichzeitig die (kollektive) Wirtschaft der Kommune. Dabei ist uns wichtig, dass die Produkte naturbelassen wachsen. Das Volk von Afrin ist sehr naturverbunden; es lebt mitten in der Natur. Die landwirtschaftliche Produktion ist hier sehr entwickelt. Wir leisten zusammen mit dem Volk von Afrin Widerstand gegen das Embargo der Banden.”

“Wir Frauen müssen so leben, dass wir von niemandem abhängig sind. Gegen die Mentalität der Männerherrschaft müssen wir die Kommune-Wirtschaft entwickeln und das ökologische Leben ernst nehmen. Wir werden ganz schön stark, und so kann uns keine Kraft widerstehen”, schloss sie ihre Ausführungen.

Schreibe einen Kommentar