Jetzt sind die HPG dran!

YÖP 30.3.2016:
Die “HPG”, das sind die “Voksverteidigungskräfte” der PKK, also ihre Gerilla-Truppen. Die überwintern in den verschneiten Bergen. Murat Karayilan, Kommandant des HPG-Hauptquartierts (in den Kandil-Bergen), rief jetzt seine Gerilla-Truppen auf, in Aktion zu treten:

“Wir haben schon am 14. Dezember die türkische Armee davor gewarnt, gegen den städtischen Widerstand einzugreifen (bis dahin wurden vor allem Sondereinsatzkräfte der Polizei und Gendarmerie vorgeschickt): ‘Macht die Städte nicht zu Kampffeldern; wenn die Armee eingreift, dann treten auch die HPG in Aktion’, haben wir gesagt. Damals wollten sie auf uns nicht hören. Gegen unsere jungen Leute, ausgerüstet mit Jagdgewehren und Kalaschnikows gingen sie mit Panzern vor. Sie begannen einen Krieg in der Art von Feiglingen und Hasenfüssen. Aber gegen diese Angriffe des Kolonialismus bewiesen Sur und Cizre einen Widerstand von historischer Bedeutung.

Der Frühling ist ausgebrochen; jetzt muss vom Lande her Unterstützung kommen. Jetzt müssen die HPG in Aktion treten. Wenn die HPG von den Bergen unsere jungen Leute, die in den Städten , in den YPS (Zivilen Selbstverteidigungskräften) organisiert, den Widerstandskampf führen, unterstützen, dann können sie zum Erfolg dieses gerechten zivilen Widerstand beitragen und ihm eine Atempause verschaffen. Das erwartet unser Volk von uns.

In diesem Sinne stellt die erfolgreiche Aktion gegen Mermer (wo die HPG eine Polizeistation zerstörten) einen ersten Schritt dar. Die HPG müssen in ihrem Operationsgebiet in den Bergen in Aktion treten und so den Widerstand in den Städten entlasten. Gegen die Geisteshaltung, auf das Streben nach kurdischer Autonomie mit Panzern und Bomben vorzugehen, müssen jetzt von Lande her die Bereiche des Widerstands unterstützt werden.

Die türkischen Regierungs-Verantwortlichen müssen wissen, dass dieser Krieg nicht gewonnen werden kann. Jetzt sind die Städte, die Berge und die Ebenen Kampffelder des Widerstands. Erdogans Macht muss zur Einsicht gebracht werden, dass es keine Lösung ist, die türkischen und kurdischen jungen Leute in den Tod zu schicken. Zur Lösung kann nur der Weg führen: die Freiheit für den Führer Apo und die Autonomie für die Kurden zu akzeptieren. Einen anderen Weg gibt es nicht.

Ein Frühling von historischer Bedeutung ist angebrochen, mit grossen Möglichkeiten… Wir sind aufgerufen, diese Phase erfolgreich zu bestehen. Unsere Ziele sind bekannt: “Freiheit für unsere Führung, Autonomie für Kurdistan, Demokratie für die Türkei.”

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